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Franz Carl Weber verbreitet überholte Rollenbilder

Nach dem Motto "Regenbogen statt Rosa-Hellblau" verteilten die Jungen Grünen vor dem Spielwarengeschäft Franz Carl Weber bunte, vegane Weihnachtsguetzli. Ziel der Aktion war es, das Spielwarengeschäft um Stellungnahme zu dessen "Girly"- Schaufenster an der Löwenstrasse zu bitten.

Das besagte Schaufenster ist ganz in rosarot dekoriert und mit kleinen Puppen gefüllt. In der Mitte steht in riesiger Schrift: "I am a Girly". Ein Stereotyp, das den Jungen Grünen längst überholt zu sein scheint. Wieso dieses also so aufdringlich aushängen, vor allem wenn man bedenkt, dass viele Kinder schon früh merken, dass sie sich ihrem zugeschriebenen Geschlecht nicht zugehörig fühlen?

Laura Schneiter, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Zürich: "Es ist an der Zeit, aus der Rosa-Hellblau-Falle auszubrechen. Jungen, Mädchen und alle dazwischen sollten spielen dürfen, womit sie wollen. Farben und Spielzeuge einem Geschlecht zuzuweisen schadet den Kindern, zumal ihnen so schon in jüngstem Alter toxische Rollenbilder eingeschärft werden!". Pietro Maggi, Mitglied der Grünen und des Transgender Network Switzerland, ergänzt: „Die Geschlechtsidentität beruht ebenso sehr auf Erziehung und Sozialisation wie auf biologischer Gegebenheit.  Sie ist eine persönliche Frage und jede und jeder muss das Recht haben, ihrer bzw. seiner Identität entsprechend zu leben.“

Die Jungen Grünen warten nun auf Antwort und hoffen, bald mehr bunte, statt zweifarbige Schaufenster zu sehen.

 

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Offener Brief an Yves Burger, Geschäftsleiter Franz Carl Weber:

Guten Tag Herr Burger,

Könnte in Ihrem rosaroten Girly-Schaufenster an der Löwenstrasse nicht genauso gut stehen: “I am a Boy”? Ist es wirklich nötig, Spielzeuge und Farben einem Geschlecht zuzuweisen, wo doch Mädchen, Jungen und alle dazwischen gleichermassen damit spielen können und dürfen?

Warum tradieren Sie als führendes Spielwarenunternehmen noch immer überholte, stereotype Geschlechterzuschreibungen – und dies an prominenter Lage, in derart aufdringlicher Art und Weise? Vor allem angesichts der Tatsachen, dass:

·        Es Menschen gibt, die bereits im Kindesalter wissen oder spüren, dass ihre Identität nicht mit dem zugeschriebenen Geschlecht übereinstimmt.

·        Es auch in der Schweiz bereits fortschrittliche Unternehmen und Organisationen gibt, die folgendermassen nach dem Geschlecht fragen: Frau – Mann – Anderes.

Wir bitten Sie um eine Stellungnahme und danken Ihnen im Voraus dafür.

Junge Grüne Zürich –  Arbeitsgruppe Gendergerechtigkeit / LGBTIQ

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