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Betonäpfel für die Betonköpfe im Kantonsrat

 

Die Jungen Grünen Zürich verteilten dem Kantonsrat ein steiniges Dessert, um auf die kommende Abstimmung zur Umsetzung der Kulturlandinitiative aufmerksam machen. Diese wurde auch nötig, weil viele ParlamentarierInnen der Volksparteien den Volkswillen missachten.

Vor der heutigen Nachmittagssitzung des Kantonsrates haben die Jungen Grünen Zürich den KantonsrätInnen Betonäpfel verteilt, um darauf aufmerksam zu machen, dass überbautes Kulturland keine geniessbaren Früchte mehr tragen kann. Anlass dafür war die  zweite Abstimmung über die Kulturlandinitiative, welche am 27. November stattfinden wird. Diese wurde nur nötig, weil der Kantonsrat das Resultat der Volksabstimmung zur Kulturlandinitiative ignoriert und sich der Umsetzung der Vorlage verweigert. "Die Betonäpfel haben sich die Kantonsrätinnen und Kantonsräte damit redlich verdient", sagt Julian Croci, Co-Präsident der Jungen Grünen Zürich. "Wir hoffen sehr, dass sie sich sprichwörtlich die Zähne am Volkswillen ausbeissen werden." Die Betonäpfel wurden von den meisten KantonsrätInnen mit Humor entgegengenommen. Sie dürften nun als neue Briefbeschwerer auf dem einen oder anderen Tisch im Rat eingesetzt werden.

"Währenddem unsere Aktion durchaus mit Humor verstanden werden darf, geht es doch eigentlich um ein sehr ernstes Thema", sagte Felix Neff, Geschäftleitungsmitglied der Jungen Grünen Zürich, nach der Aktion. "Eine Mehrheit der Zürcher Stimmbevölkerung hat sich vor 4 Jahren eindeutig für den Schutz unseres Kulturlandes ausgesprochen.“ Dass sich der Kantonsrat unter Einfluss der Baulobby einer Umsetzung widersetzt, verstösst erwiesenermassen gegen geltendes Recht. Die Jungen Grünen sind aber optimistisch, dass die erneute Volksabstimmung den Entscheid zur Kulturlandinitiative bestätigen wird.

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