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Kriegsgeschäfte stoppen!

«Geld für Waffen tötet» - diese Zeilen sprayte die 86-jährige Friedensaktivistin Louise Schneider vergangenen April an die Schweizerische Nationalbank in Bern. Milliardeninvestitionen in Kriegsgeräte haben die Rentnerin derart verärgert. Dem wollen die Jungen Grünen und Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GsoA) ein Ende setzen. 

Im ersten Quartal 2017 besass die Schweizerische Nationalbank Aktien von ausländischen Atomwaffenherstellern im Wert von 1.1 Milliarden Franken. Und dies ist nur die Spitze des Eisberges. Die SNB, die AHV, Pensionskassen und die Mehrheit der Schweizer Banken investieren Milliarden in das Geschäft mit dem Krieg. Im April lancierten die Jungen Grünen zusammen mit der GsoA die Kriegsgeschäfteinitiative, welche die Investition in Kriegswaffenhersteller verbieten will.

Seit dem letzten Weltkrieg waren nie mehr so viele Menschen auf der Flucht wie jetzt. Die Initiative ist an Aktualität kaum zu überbieten. Kriegerische Auseinandersetzungen haben Millionen zur Flucht gezwungen. Die Rüstungsindustrie profitiert von diesen Konflikten und heizt sie mit ihren Waffenlieferungen zusätzlich an.

Viele bürgerliche Politiker vom rechten Rand versuchen immer wieder, mit der aktuellen Flüchtlingssituation Stimmung zu machen. Ihre (zu einfachen) Lösungen: Grenzen schliessen. Es ist an der Zeit, über den Tellerrand hinauszublicken und globale Zusammenhänge zu verstehen. Nur indem wir die Fluchtursachen bekämpfen, können wir verhindern, dass noch mehr Menschen vertrieben werden. Die Schweiz hat als grösster grenzübergreifende Vermögensverwalter eine enorme Verantwortung im Bereich der Investitionen in Kriegsmaterial.

Wir Jungen Alternativen sind Teil der Jungen Grünen und wollen mit unserer Initiative die Probleme bei den Wurzeln anpacken. Wenn unsere Pensionskassen und Banken in ausländische Kriegskonzerne investieren, gefährdet das die Sicherheit der Schweiz und jene der Krisenregionen. Wir kämpfen für Alternativen zum aktuellen System und setzen uns für eine solidarische und offene Schweiz ein!

Unterschriftenbogen: www.kriegsgeschaefte.ch

 

Konradin Franzini (Rotkreuz), Co-Präsident Junge Alternative Zug

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