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Ein falsches Zeichen!

Heinz Tännler versteht nicht, weshalb sich die Alternativen-die Grünen Zug an vergünstigten Autos für Kantonsangestellte stören. Die sogenannten Flottenrabatte seien weit verbreitet und kosten den Kanton Zug keinen Rappen. In der «Zuger Zeitung» lässt der Finanzdirektor im trumpschen Stil der «alternativen Fakten» verlauten, dass es auch Autos gebe, welche nicht umweltschädigend seien, und dass günstigere Autos nicht automatisch zu einer höheren Nachfrage führen werden. Tatsache ist jedoch: Auch in Hybrid- und Elektroautos steckt viel Energie, in der Gesamtbilanz sind solche Autos keineswegs umweltfreundlich. Mehrverkehr führt zudem zu mehr Strassen und einer weiteren Zubetonierung der wenigen verbleibenden Wiesen in Zug. Die schlechte Luftqualität schadet auch der Gesundheit, was laut Zahlen der europäischen Umweltagentur in der Schweiz jährlich 3000 Todes­opfer fordert. Im Kanton Zug wären dies also ca. 45 Menschen. Auch wenn günstigere Autos sicher sexy sind, wären wohl die Wiedereinführung von vergünstigten Reka-Checks und ein Ende der massiven Sparprogramme die bessere Massnahmen, um für Kantonsangestellte ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.

Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz, Rotkreuz

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