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Die Erkenntnisse wären vorhanden

Die Erkentnisse wären vorhanden - Zum World Economic Forum in Davos

Am Weltwirtschaftsforum sind sie wieder anwesend – die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft, um über Gegenwart und Zukunft zu reden. Basis ist unter anderem der aktuelle «Global Risks Report 2017» des WEF. Und was sind die grössten Risiken? Es sind nicht ein paar Nikab tragende Touristinnen aus dem arabischen Raum, wie uns die SVP mit ihrer Plakatkampagne gegen die erleichterte Einbürgerung weismachen will. Es ist nicht die Steuerlast der Unternehmen, welche jetzt mit der USR III unbedingt noch weiter gesenkt werden müsse. Es ist die immer grösser werdende Einkommens- und Vermögensungleichheit zwischen den Menschen und den Ländern. Diese Einkommenskluft und die damit verbundene soziale Zerrüttung sind die grossen Gefahren. So verdiente ein Konzernchef vor 20 Jahren das 45-Fache des durchschnittlichen Angestellten, heute hat sich das Verhältnis auf das 130-Fache hochgeschraubt. Ebenso zählt das WEF die grosse Arbeitslosigkeit in vielen Ländern dazu, vor allem unter jungen Menschen. Das WEF bezeichnet im Weiteren den Klimawandel als eines der grössten Risiken für die globale Wirtschaft. Die Erkenntnisse und Einsichten wären also vorhanden. Nur, unsere bürgerlichen Politiker lenken davon ab. Im Gegensatz zu den Grünen, die sich für eine nachhal­tige, soziale und ökologische Wende einsetzen. Bevor es zu spät ist und die Welt sozial und ökologisch explodiert.


Konradin Franzini, Junge Alternative Zug, Rotkreuz

Leserbrief Zuger Zeitung

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