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Umsetzung Umweltverantwortungsinitiative

Die folgenden Massnahmen können zur Einhaltung der planetaren Grenzen beitragen. Dabei handelt es sich lediglich um Beispiele, es werden weitere Massnahmen nötig sein, um die Ziele der Initiative zu erreichen.

Hier findest du das Dokument als PDF.

Investieren…

Für den ökologischen Wandel brauchen wir massive Investitionen, um erneuerbare Energien, den öV und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

… in die Verkehrswende

Der motorisierte Verkehr ist für einen grossen Teil der Umweltbelastung verantwortlich. Wo möglich müssen wir den motorisierten Verkehr vermeiden und den Rest umweltfreundlich gestalten. Dies bedingt Investitionen in den Ausbau der Fuss- und Velonetze und des öffentlichen Verkehrs. Wir müssen den Warenverkehr auf die Schiene verlagern und den restlichen motorisierten Strassenverkehr elektrifizieren.

… in energieeffiziente Gebäude

Der Gebäudesektor ist für einen wesentlichen Teil der Umweltbelastung verantwortlich. Energetische Sanierungen kosten allerdings Geld und die Anreize reichen heute nicht aus, um den Umbau im erforderlichen Mass voranzutreiben. Investitionen in die Förderung von Gebäudesanierungen (Gebäudeprogramm) erhöhen die Sanierungsrate. Zudem soll ressourcenschonendes Bauen unterstützt werden.

… mit welcher Finanzierung?

Eine mögliche Finanzierungsquelle sind umweltschädliche Subventionen. In der Schweiz schaden Subventionen in Höhe von jährlich 40 Milliarden Franken der Biodiversität. Direkte klimaschädliche Subventionen wie Steuererlasse für den Flugverkehr machen jährlich 2,3 Milliarden Franken aus. Weitere 6 Milliarden Franken werden für den Autobahnausbau bereitgestellt. Dieses Geld sollten wir stattdessen für einen zukunftsgerichteten Wandel verwenden.

Klare Regeln…

Wir können die Zerstörung der Umwelt nicht mit freiwilligen Massnahmen beenden. Es braucht klare Spielregeln für alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche.

…für die Energieversorgung

Damit die Schweiz ihren Energiebedarf mit erneuerbaren Energien decken kann, braucht es eine Solarpflicht für alle geeigneten Gebäude. Ausserdem müssen wir, wie es z.B. der Kanton Zürich vorsieht, fossile Heizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimaneutrale Heizungen wie Wärmepumpen ersetzen.

…für die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist eine der grössten Verursacher*innen von Umweltbelastung. Deswegen müssen wir insbesondere die Massentierhaltung und den Import von Produkten aus Massentierhaltung abschaffen und die Direktzahlungen für umweltfreundliche Produktion stärken.

… und die Zersiedelung stoppen

Die Zersiedelung ist für einen beträchtlichen Teil der Schweizer Umweltbelastung verantwortlich. Sie verursacht Verkehr, verbraucht Land und schadet der Biodiversität. Neues Bauland soll deswegen nur dann eingezont werden dürfen, wenn dafür andernorts gleichwertiges Land wieder ausgezont wird. Wir müssen die Ausdehnung des Bauzonen stoppen.

Fair Handeln…

Ein grosser Teil unserer Umweltbelastung entsteht bei der Produktion im Ausland. Um die planetaren Grenzen einzuhalten, müssen auch unsere Importe nachhaltig sein.

… durch nachhaltige Handelsabkommen

Handelsabkommen, welche die Schweiz mit anderen Ländern abschliesst, müssen klare Nachhaltigkeitskriterien beinhalten. Dies bedeutet zum Beispiel, dass gewisse Produkte nur importiert werden dürfen, wenn sie soziale und ökologische Mindestanforderungen erfüllen. Und wir brauchen transparente Lieferketten hinsichtlich sozialer und ökologischer Aspekte.

… durch Grenzsteueranpassungen

Wenn wir in der Schweiz Umweltabgaben einführen, müssen wir dafür sorgen, dass diese Regelungen auch für Importe gelten. Mit Grenzsteueranpassungen (engl. border tax adjustments), d.h. gewissen Zöllen für Importe, gleichen wir tiefere Umweltabgaben in den Herkunftsländern aus.

… durch Partnerschaften

Es ist wichtig, dass wir Partnerländer bei der nachhaltigen Produktion unterstützen, indem wir zum Beispiel ausländische Kleinbäuer*innen bei der Umstellung auf nachhaltige Produktion unterstützen – sei es finanziell oder durch Wissenstransfers. So können wir die Situation vor Ort verbessern und gleichzeitig dafür sorgen, dass die von uns importierten Produkte nachhaltig sind.

Nachhaltige Wirtschaft durch…

Wir brauchen eine Wirtschaft, bei der das Wohl von Mensch und Umwelt im Zentrum steht, statt sinnloser Massenkonsum und Wachstum um jeden Preis. Mit dem immerwährenden Streben nach Profit und dem Dogma des ewigen Wachstums zerstören wir unsere Lebensgrundlage: eine intakte Umwelt.

…neue Massstäbe

Das Ziel ist eine Wirtschaft, die das Wohl von Mensch und Natur ins Zentrum stellt. Wir brauchen anstelle des Bruttoinlandproduktes einen neuen “Wohlstandsindikator”, der beschreibt, wie es den Menschen geht und wie stark wir unsere Lebensgrundlagen beanspruchen. Wir müssen Wege finden zu einem Wohlstand, der ohne Wirtschaftswachstum auskommt.

…ein Right to Repair

Damit unsere Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen funktioniert, müssen wir weg von der Wegwerfmentalität kommen. Dazu gehören Rahmenbedingungen, die Reparaturen ermöglichen und attraktiver machen als einen Neukauf. Eine Möglichkeit ist das Recht auf Reparatur oder Steuervergünstigungen auf Reparaturarbeiten.

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