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Erdbeben: Schweiz knapp an einer Atomkatastrophe vorbeigeschrammt

Das Erdbeben, welches sich mit einer Stärke von 4.7 am heutigen Abend (6.3.17) ereignete, zeigt die Gefahren der Atomkraft ein weiteres Mal auf. So sind die Atomkraftwerke Mühleberg, Beznau 1 und 2 nur auf Erdbeben der Stärke 5 ausgerichtet. 

Besonders Beznau, das älteste AKW der Welt, stellt eine fundamentale Gefahr für die Bevölkerung dar. Auch wenn die altersschwachen Nuklearkraftwerke nachgerüstet wurden, sind sie bis heute ungegnügend gegen die Gefahren von Erdbeben geschützt. «Das heutige Erdbeben hat gezeigt, dass solche Naturkatastrophen immer passieren können» betont deshalb auch Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen. Mit dem Epizentrum in Schwyz, wurde das Naturereignis in der ganzen Deutschweiz registriert und war auch bei den AKW spürbar.

Für die Jungen Grünen ist klar: Wäre das heutige Erbeben stärker oder näher ausgefallen, wäre die Sicherheit der Bevölkerung nicht garantiert gewesen. «Jeden Tag, an welchem diese uralten Nuklearwerke weiterlaufen, ist die Bevölkerung in Gefahr» empört sich Franzini. Während das ENSI AKW-Sicherheitsnachweise erst 2020 sehen will, fordern die Jungen Grünen von den AKW-Betreibern die frühere Erbringung.

 

Medienreaktionen: 

NZZ: "Die Politik lässt sich nicht erschüttern" (07.03.17)

20minuten: "Knapp an AKW-Unfall vorbeigeschrammt" (07.03.17)

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