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Über 80 Wissenschaftler*innen unterstützen die Umweltverantwortungsinitiative

Umweltkrisen wie die Klimaerhitzung und das Artensterben bedrohen die Zukunft der Menschheit. Auch die Schweiz trägt hierfür eine grosse Verantwortung. Aus diesem Grund bekunden 83 Wissenschaftler*innen Unterstützung für die Umweltverantwortungsinitiative. Diese fordert, dass die Umweltbelastung der Schweiz innerhalb von zehn Jahren so reduziert wird, dass wir die planetaren Grenzen einhalten.

Wissenschaftler*innen verschiedenster Fachrichtungen sprechen ihre Unterstützung für die Umweltverantwortungsinitiative aus: Von der Klimatologin über den Volkswirtschaftsprofessor bis zur Rechtswissenschaftlerin mit Spezialisierung im Klima- und Tierrecht. Die Aufgabe, eine gerechte Gesellschaft innerhalb der planetaren Grenzen zu schaffen erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachgebiete.

In einer gemeinsamen Erklärung schreiben die Wissenschaflter*innen: “Die Überschreitung der planetaren Grenzen beunruhigt uns als Wissenschaftler*innen, als Bürger*innen, als Eltern und als Grosseltern. Die Zeit zu handeln ist jetzt: Wir müssen unser Möglichstes tun, um die Stabilität des Ökosystems Erde zu erhalten und so heutigen und künftigen Generationen ein gutes Leben zu ermöglichen und ihr Recht auf eine intakte Umwelt zu sichern.”

In der Erklärung wird insbesondere die Wichtigkeit betont, rasch und entschlossen zu handeln. Michael Graff, Professor für Volkswirtschaftslehre an der ETH Zürich, meint: “Auf technische Durchbrüche zu hoffen, welche die Probleme lösen werden, ist aus verantwortungsethischer Sicht nicht zulässig. Bis dahin sind schnelle und durchgreifende Massnahmen die einzige Option.” Das Festhalten am Status Quo bzw. das Ausbremsen des Umbaus ignoriere unsere Verantwortung sowie die Perspektiven, die im Neuen liegen. Auch Irmi Seidl, Titularprofessorin für Ökologische Ökonomie an der Universität Zürich, hebt die Chancen der Umweltverantwortungsinitiative hervor: “Es ist sinnvoll, ökologische Rahmen für Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen. Dies ist auch ein Grundsatz der Ökologischen Ökonomie. Solche Rahmen kommen der Lebensqualität und Wirtschaft zugute.”

Eine der planetaren Grenzen bezieht sich auf das Klima. Zu den Schweizer Klimazielen spricht Jürg Rohrer, Professor für Ecological Engineering an der ZHAW, Klartext: “Die Klimaziele der Schweiz sind ungenügend. Sie entsprechen nicht den Zusagen im Vertrag von Paris und wir sind auf dem Weg, sogar diese ungenügenden Ziele zu verpassen.” Die Schweiz brauche deshalb dringend den Druck durch die Umweltverantwortungsinitiative. Selbst volkswirtschaftlich und ethisch äusserst günstige Veränderungen, wie der Umstieg auf erneuerbare Energien, würden sonst immer weiter verzögert.

 
Kontakt

Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz
+41 79 956 77 35


Anhang


Erklärung zur Unterstützung der Umweltverantwortungsinitiative

Porträts von Michael Graff, Irmi Seidl und Jürg Rohrer

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