Medienmitteilung

Junge Grüne fordern zivile Dienstpflicht für alle

Ab dem 1. Januar 2020 werden Schweizerinnen zur Teilnahme an Militäranlässen gezwungen, das haben die Militärdirektor*innen der Kantone und Verteidigungsminister Guy Parmelin kürzlich verlauten lassen. Die Jungen Grünen lehnen diese Idee klar ab, da dies dem Ziel einer Verkleinerung der Armee und der Abschaffung der Wehrpflicht fundamental widerspricht.  

Die Gleichberechtigung von Frau und Mann hinkt unserem Zeitalter hintennach, deshalb setzen sich die Jungen Grünen seit Jahren für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Das absurde Vorhaben, Frauen zum Besuch von Militäranlässen zu zwingen, bringt die Gleichstellungsbemühungen aber keinen Schritt weiter. "Veraltete, nicht zielführende und überteuerte Institutionen wie die allgemeine Wehrpflicht gehören abgeschafft, nicht um Frauen erweitert!", stellt Judith Schmutz, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz klar. 

Laut Schmutz gibt es in Verbindung mit der pazifistischen Ideologie der Jungen Grünen dabei eine moderne Alternative, welche der Gleichberechtigung von Mann und Frau gerecht wird: "Die Jungen Grünen fordern die Einführung einer zivilen Dienstpflicht für beide Geschlechter, welche gemeinwohl- und naturschutzbezogene Projekte fördert".  

Die Einführung einer Anwesenheitspflicht für Frauen an Militäranlässen führt in eine völlig falsche Richtung. Was offiziell als Schritt hin zu einer besseren Geschlechterdurchmischung proklamiert wird, ist in Wahrheit ein Hilfeschrei der Armee: Junge Männer können sich nicht mehr mit militärischen Werten identifizieren und wenden sich von der Armee ab. "Die dadurch entstehenden Lücken versucht man nun mittels der Rekrutierung von Frauen zu füllen, anstatt sich zu fragen, warum die heutige Armee so unbeliebt ist", so Schmutz abschliessend.

Judith Schmutz
Co-Präsidentin JGS
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Maja Haus
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