Nachdem die Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Gundula aufgedeckt haben, in welchem schlechten Zustand sich die Villa an der Obergrundstrasse 99 befindet, gibt Baudirektorin Manuela Jost der Luzerner Zeitung bekannt: «Wir haben für das Haus an der Obergrundstrasse 99 eine Abbruchbewilligung in Aussicht gestellt.»

Medienmitteilung

Manuela Jost soll ihre Verantwortung wahrnehmen

Nachdem die Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Gundula aufgedeckt haben, in welchem schlechten Zustand sich die Villa an der Obergrundstrasse 99 befindet, gibt Baudirektorin Manuela Jost der Luzerner Zeitung bekannt: «Wir haben für das Haus an der Obergrundstrasse 99 eine Abbruchbewilligung in Aussicht gestellt.»

Die Jungen Grünen Kanton Luzern sind erschüttert über diese Aussage. Die Stadt gibt sich dem abgekarteten Spiel der Bodum AG hin, die schon immer einen Neubau wollte um mehr Gewinn aus dem Grundstück zu generieren. Dies ist nichts anderes als ein Kniefall vor Jorgen Bodum, dem Eigentümer, welchem unsere Stadt nicht am Herzen liegt, sondern lediglich seinen Gewinn sieht. „Es ist unsäglich, wie ein schützenswertes Haus in der Stadt ungenutzt leer steht und verfällt, bis die Stadt eine Abrissbewilligung ausstellt!“ sagt Jona Studhalter, Co-Präsident Junge Grüne Kanton Luzern.

Der Stadträtin schein nicht bewusst zu sein, dass diese Vorgehensweise Schule machen kann. Diese Entscheidung hat die Signalwirkung, dass in Luzern der Erhalt von schützenswerten Gebäuden in den Hintergrund rückt, sobald die Interessen von Superreichen dahinter stehen und man nur das Dachfenster öffnen muss und den Regen die Arbeit macht. „Wir wollen keine Stadt, in der Häuser zerfallen, damit rentablere Projekte umgesetzt werden können. Die beiden leerstehenden Villen an der Obergrundstrasse sind Schande genug.“, meint Linus Bürgi, Vorstand Junge Grüne Schweiz.

Die Jungen Grünen Kanton Luzern fordern Manuela Jost auf, sich klar zum Ortsbild der Stadt Luzern zu bekennen und sich nicht zum Spielball des Grosskapitals machen zu lassen. Zudem fordern die Jungen Grünen, dass sich der Stadtrat weiterhin für einen einfacheren Umgang von Zwischennutzungen einsetzt und Zwangsräumungen von Häusern verhindert, welche ansonsten, wie die Obergrundstrasse 99, dem Zerfall überlassen werden.

Dass die Stadt sich um einen Dialog mit der Bodum AG bemüht, begrüssen die Jungen Grünen klar. Jedoch darf ein Abriss nicht Teil dieses Dialoges sein. Des Weiteren gebührt auch den Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Gundula Lob, die die Missstände in der Obergrundstrasse 99 aufgedeckt haben und somit das Thema wieder auf die politische Agenda gebracht haben. So konstatiert Studhalter: „Uns ist eine Belebung der Gundula lieber, als ein Leerstand, der nur zu einem Abriss führt.“

Jona Studhalter
Co-Präsident Junge Grüne Kanton Luzern
078 637 39 51
jona.studhalter@jungegruene.ch