Aktivistinnen und Aktivisten der Jungen Grünen Kanton Luzern haben am frühen Dienstagmorgen die Luzerner Brunnen gelbgrün eingefärbt mit dem Ziel die Schweizer Bevölkerung auf die Gefahr aufmerksam zu machen, welche ihr im Fall einer Atomkatastrophe drohen würde.

Medienmitteilung

Sind die Luzerner Brunnen vergiftet?

Aktivistinnen und Aktivisten der Jungen Grünen Kanton Luzern haben am frühen Dienstagmorgen die Luzerner Brunnen gelbgrün eingefärbt mit dem Ziel die Schweizer Bevölkerung auf die Gefahr aufmerksam zu machen, welche ihr im Fall einer Atomkatastrophe drohen würde.


Gelbgrünes Wasser in den Luzerner Brunnen war heute Morgen kein ungewöhnliches Bild. Verantwortlich dafür sind die Jungen Grünen Kanton Luzern. „Das gelbgrüne Wasser in den Brunnen steht symbolisch für radioaktiv verstrahltes Wasser“, sagt Linus Bürgi, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Schweiz. Konkret betroffen sind die Brunnen am Mühleplatz, Helvetiaplatz, unter der Egg sowie beim Regierungsgebäude.


Was hier noch eine harmlose Aktion im Vorfeld der Abstimmung zum geordneten Atomausstieg vom 27. November ist, könnte jeden Augenblick Realität werden. Sollte es in einem Schweizer AKW zu einer Atomkatastrophe kommen, wie das etwa in Fukushima oder Tschernobyl geschehen ist, wäre auch Luzern betroffen. Das Schweizer AKW Beznau 1 ist das älteste der Welt. Das AKW Beznau 1 steht seit einem Jahr aus Sicherheitsgründen still, was exemplarisch die Probleme der Schweizer AKWs zeigt. Die beiden Reaktoren in Beznau sowie der Reaktor in Mühleberg sind schon bedeutend länger am Netz als die ursprünglich geplanten 40 Jahre. Dies stellt ein grosses Risiko für die Schweizer Bevölkerung dar, da die Fehleranfälligkeit von Atomkraftwerken insbesondere gegen Ende der ausgelegten Betriebszeit massiv zunimmt.

 

„Eine Atomkatastrophe in der Schweiz würde das Mittelland für Generationen unbewohnbar machen, ein solches Risiko dürfen und wollen wir nicht weiter eingehen.“, meint Jona Studhalter, Co-Präsident der Jungen Grünen Kanton Luzern. Für die Jungen Grünen ist deshalb ein Ja zum geordneten Atomausstieg am 27. November unumgänglich. „Alternative Energiequellen stehen bereit die Leistung der Schweizer Atomkraftwerke zu übernehmen“, ergänzt Studhalter.


Als Farbe wurde Uranin verwendet. Uranin ist ein Stoff zur Untersuchung unterirdischen Wasserströmungen, welcher ebenfalls es jedes Jahr am St.Patricksday benutzt wird, um den Chicago River zu färben. Uranin, welches sich unter Tageslicht abbaut, gilt als ökologisch unbedenklich und lagert sich nicht an Oberflächen ab.

Jona Studhalter
078 637 39 51
jona.studhalter@jungegruene.ch
Co-Präsident Junge Grüne Kanton Luzern

Linus Bürgi
079 921 17 10
linusbuergi@bluewin.ch
Vorstand Junge Grüne Schweiz