Medienmitteilung

Kostenloser Öv ist keine Lösung

Animiert durch die Mobility-Pricing Vorschläge des Bundes präsentierten die Parteien ihre Ideen, wie das steigende Verkehrsaufkommen reduziert und gleichzeitig die Umweltschäden minimiert werden können. Leider setzten hierbei auch Jungparteien auf Populismus anstatt auf Umweltschutz. 

So werden laut der JUSO mit Mobility-Pricing Modellen soziale Ungleichheiten verstärkt und Autos sollen nicht "verteufelt" werden. Die Jungen Grünen sind jedoch überzeugt: Die nutzungsabhängige Preisgestaltung lässt sich auch sozialverträglich umsetzen, sofern die geeigneten Kompensationsmechanismen geschaffen werden. Es wäre beispielsweise möglich, eine einkommensabhängige Preisfestsetzung für den öV einzuführen.

Die Forderung der Juso nach kostenlosem öV ist nicht zielführend. Würde die Mobilität nichts kosten, müssten die Verkehrskapazitäten extrem ausgebaut werden. "Durch kostenlosen öV würden Ziele wie die  Energiewende und die Verpflichtungen des Weltklimagipfels COP21 in weite Ferne rücken," führt Judith Schmutz, CO-Präsidentin Junge Grüne Schweiz weiter aus. Negative Effekte wie die Zersiedelung würden verstärkt. Obwohl die JUSO ein Papier zu Ökosozialismus verabschiedet hat, scheinen sie die grossen Herausforderungen und die Dringlichkeit einer Energiewende nicht verstanden zu haben.

Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik fokussiert sich auf die Reduktion des Individualverkehrs mithilfe einer höheren Mineralölsteuer und der Internalisierung aller externen Kosten (Einberechnung Co2, Lärm usw.). Für Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz ist klar:  "Wenn nicht endlich die effektiven Kosten in den Preis einbezogen werden, bezahlt weiterhin die Allgemeinheit die Umweltschäden in Milliardenhöhe, welche der Individualverkehr verursacht. Eine Reduktion und Verkehrssteuerung kann mittelfristig auch durch ein räumlich begrenztes Road Pricing erreicht werden."

Zudem müssen die Verkehrsverursacher an der Wurzel angegangen werden. Ein grosser Faktor für das Verkehrsaufkommen sind die Pendler. Der geographische Lebens-und Arbeitsort muss wieder miteinander vereinbar werden. Dafür braucht es endlich griffige Massnahmen gegen die Zersiedelung und für bezahlbaren Wohnraum in den Städten. Die Jungen Grünen verfolgen dieses Ziel mit ihrer Initiative.

Luzian Franzini
Co-Präsident JGS
079 781 77 36

Judith Schmutz
CO-Präsidentin JGS
079 665 81 65

Maja Haus
Generalsekretariat JGS
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