Das BAFU publiziert zum Internationalen Tag der Umwelt vom 5. Juni den Bericht „Ent-Sorgen“, ein Überblick über die Abfallvermeidung und -entsorgung. Daraus geht hervor, dass der Bau und Rückbau von Bauwerken mit 65% der grösste Abfallerzeuger ist.

Medienmitteilung

Ökologisch wohnen heisst Abfall vermeiden

Das BAFU publiziert zum Internationalen Tag der Umwelt vom 5. Juni den Bericht „Ent-Sorgen“, ein Überblick über die Abfallvermeidung und -entsorgung. Daraus geht hervor, dass der Bau und Rückbau von Bauwerken mit 65% der grösste Abfallerzeuger ist. Grund dafür ist mitunter die ineffiziente Bauweise, welche durch die aktuelle Raumplanung gefördert wird. Die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen kann dem Abhilfe schaffen und den Abfall signifikant reduzieren.

Rund 24 Millionen Tonnen Abfall fallen in der Schweiz jährlich an. Davon sind 90% auf Bau- und Siedlungsabfall zurückzuführen. So stecken im Lebenszyklus eines Einfamilienhauses mit 130 m2 Wohnfläche ganze 400 Tonnen Bauabfall, was einem Gewicht von 36 Autobussen entspricht. Durch die Volksinitiative „Zersiedelung stoppen“ werden bessere Rahmenbedingungen für nachhaltige Quartiere geschaffen. Diese wiederum verursachen signifikant weniger Abfall pro erstellter Wohneinheit und bieten durch ihr Konzept ideale Rahmenbedingungen um Dinge zu teilen, anstatt sie mehrfach zu kaufen.

Denn auch beim Siedlungsabfall sieht die Situation nicht rosig aus: Fielen im Jahr 1970 noch 309 kg pro Person an, stieg der Anteil bis im Jahr 2013 auf 707 kg pro Kopf. Diese Verdoppelung geht eins zu eins mit dem Wirtschaftswachstum einher (siehe Grafik unten) und ist Resultat unserer ungezügelten Konsum- und Wachstumsgesellschaft. Das BAFU hat sich nun zum Ziel gesetzt, ökonomisches Wachstum durch Technik- und Systeminnovationen von Stoff- und Energieströmen zu entkoppeln.

„Wirklich vermieden werden kann Abfall aber nur durch die Überwindung von exponentiellem Wachstum und der Gestaltung einer auf sozialen und ökologischen Richtwerten basierenden Wirtschaft“, sagt Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz. Die Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft, welche diesen September zur Abstimmung kommt, ist dazu das geeignete Mittel.

Bericht „Ent-Sorgen“ des BAFU: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01851/index.html?lang=de

Kontakt:

Luzian Franzini
Co-Präsident JGS
079 781 77 36

Meo Sauter
Präsident Junge Grüne TG
078 923 34 23

Maja Haus
Generalsekretariat JGS
sekretariat@jungegruene.ch

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