21.03.2014

Medienmitteilung

Alternativen zum Militärdienst: Die JA Zug bekennen sich schuldig!

Die Jungen Alternativen Zug laden am 24. Mai zur Veranstaltung „Alternativen zum Militärdienst“. In dieser Veranstaltungen sollen direktbetroffene Jugendliche, Experten und ehemalige Militärdienstleistende über unser Wehrpflichtsystem diskutieren. Dies ist nun aber Zwei Zuger Gemeinderäten ein Dorn im Auge.

Die Zuger Gemeinderäte und aktive Militärdienstleistenden Rainer Leemann (FDP) und Gregor Bruhin (SVP) stören sich, dass in Räumen, welche von der Stadt finanziert werden solche Veranstaltungen stattfinden. So reichten sie eine Interpellation  z.H des GGR ein. Der Auftrag des „Lade für Soziokultur“ ist jedoch folgender: „Der Lade für Soziokultur an der Kirchenstrasse 7 ist Anlaufstelle und Drehscheibe für Ideen und Projekte und bietet Räume an, die als Ateliers genutzt werden.“ Die entsprechenden Räume stünden also auch den beiden Herren zur Verfügung, sofern sie ein Projekt oder eine Veranstaltung für Jugendliche planen und durchführen möchten.

In ihrer Interpellation argumentieren Bruhin und Leemann, dass mit solchen Diskussionsveranstaltungen die „Unantastbarkeit des Militärdienstes“ verletzt werde. Zudem sind sie besorgt, dass an einer solchen Veranstaltung „das Unwissen gestreut wird, dass der Militärdienst freiwillig und sogar eine Alternative sei“. Dreist unterstellen die beiden „aktiven Militärdienstleistenden“ den Organisatoren bereits vor der Veranstaltung, Unwahrheiten zu verbreiten.

Auf kantonaler Ebene hat der Kantonsrat unlängst bestätigt, dass Räume des Kantons auch für politische Veranstaltungen genutzt werden dürfen. Das Jugendanimationszentrum Zug erlaubt nur Veranstaltungen mit politischer Färbung, wenn sie öffentlich und ausgewogen sind.
Über unser Wehrpflichtsystem zu diskutieren verletzt nicht die „Unantastbarkeit der Wehrpflicht“ sondern ist schlicht und einfach die Ausübung der verfassungsmässig gegebenen Versammlungs- und Meinungsfreiheit.

Solche autoritäre Reaktionen bestärken die Jungen Alternativen Zug sich weiterhin für einen differenzierten und kritischen Diskurs über Pazifismus und Militärdienstzwang einzusetzen. Sie laden die beiden Herren herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Kontakt:

Luzian Franzini
Vorstand JA Zug
079 781 77 36

Junge Alternative Zug | Metallstrasse 5 | CH - 6300 Zug
www.jungegruene.ch/zg | junge.alternative@gmx.ch