Medienmitteilung

Unterzeichnung Paris Abkommen - Auf Worte müssen nun Taten folgen

Ab heute Freitag kann das Klimaabkommen von Paris offiziell unterzeichnet werden. „Dass Bundesrätin Leuthard das Abkommen gleich am ersten Tag in New York unterzeichnen wird, ist erfreulich und zeigt einen gewissen Willen, auf die Worte auch Taten folgen zu lassen.“ sagt Raphael Schär, Leiter der Arbeitsgruppe Klima der Jungen Grünen Schweiz. Bedauerlich ist allerdings, dass sie dafür extra nach New York fliegen muss. Aber immerhin werden die Emissionen laut offiziellen Angaben kompensiert.

Weit weniger erfreulich ist dagegen, dass die aktuellen Reduktionsziele des Bundesrates alles andere als das 1.5°C-Ziel verfolgen. Dieses hat sich die „High Ambition Coalition“, zu welcher auch die Schweiz gehört, im vergangenen Dezember gesetzt. Um das dringend notwendige 1.5°C-Ziel zu erreichen, müssen die Emissionen im Inland bis 2020 um mindestens 40% und bis 2030 um mindestens 60% reduziert werden. Nur so kann das Versprechen des Pariser Abkommens, bis 2050 auf fossile Energiequellen zu verzichten, erreicht werden.

Auf die beschlossenen Reduktionsziele müssen zwingend auch Massnahmen folgen. So sind unter anderem gesetzliche Vorgaben zu treffen, damit der Verkehr, insbesondere auch der Flugverkehr, für seine Emissionen finanziell aufkommen muss, der Konsum besonders energieintensiver Produkte und Lebensmittel abnimmt und die Emissionen von Gebäuden auf null reduziert werden. Dass Letzteres technisch bereits lösbar ist, zeigt die von vielen bekannten Expertinnen und Experten unterstütze REDEM Initiative im Kanton Zürich. Weiter muss die Schweiz auf ihren Finanzplatz Verantwortung übernehmen. Pensionskassen und Banken müssen aus klimaschädlichen Investitionen aussteigen.

„Politikerinnen und Politiker aller Parteien müssen endlich erkennen, dass der Klimawandel eine erwiesene Tatsache ist und eher früher als später uns alle betrifft,“ fügt Schär an. Die Jungen Grünen Schweiz sind klar der Meinung, dass die Schweiz, angesichts ihrer wirtschaftlichen Leistung, mehr für einen aktiven Klimaschutz tun muss und kann. Obwohl die Schweiz zur „High Ambition Coalition“ gehört, werden die bisher ergriffenen Massnahmen nicht mal ausreichen um die Klimaziele, welche für alle Staaten gelten, zu erreichen.

Raphael Schär
Arbeitsgruppe Klima JG
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Co-Präsidentin JG
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