Medienmitteilung

Für eine mutige Drogenpolitik

Die Debatte rund um die Legalisierung von Cannabis taucht immer wieder in der Schweizer Politik auf. Eine Eidgenössische Volksinitiative ist in Vorbereitung, alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss engagiert sich für einen globalen Richtungswechsel in der Drogenpolitik und diverse Schweizer Städte prüfen kontrollierte, lokale Legalisierungen zu Studienzwecken.

 

Die Vier-Säulen Politik (Prävention, Therapie, Reduzierung von Risiken und Repression) hat die letzen beiden Jahrzehnte tausende von Leben gerettet und offene Drogenszenen (Letten, Platzspitz) zum Verschwinden gebracht. Die Anzahl Drogentote konnte durch die Praktizierung dieser vielschichtigen Herangehensweise verringert werden. 

Leider wird Cannabis in diese Vier-Säulen Politik nicht einbezogen, obwohl es die meistkonsumierte illegale Droge der Schweiz darstellt. Cannabis wird laut Umfragen von 10% der Bevölkerung konsumiert. Trotzdem wird in der Cannabisprävention ein völlig veralteter Ansatz der Repression praktiziert. 

 

Gesundheitsminister Alain Berset beendet heute seine Zweitägige Teilnahme am UNO Sondergipfel zur Drogenthematik. Aus aktuellem Anlass stellen die Jungen Grünen folgende Forderungen: 

 

  • Legalisierung von Cannabis. 
  • Die Einführung von staatlichen Cannabisclubs zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels.
  • Einen wirksamen Jugendschutz mit einer strikten Alterslimite zum Konsum und Kauf von Cannabis. 
  • Die Schweiz soll sich für eine global innovative Stossrichtung im internationalen Drogenkrieg einsetzen.
  • Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, bei welcher Schweizer Finanzinstitute keine unwesentliche Rolle spielen, muss Priorität haben.
  • Parlament und Kommissionen müssen ihr Handeln und die Gesetzgebung auf Empfehlungen von Fachleuten, wie beispielsweise der Eidgenössischen Kommission für Sucht- und Drogenfragen (EKDF), abstützen.

Die heutigen Probleme lassen sich nicht mit überholten Ansätzen von vorgestern lösen. „Indem die Schweiz wieder auf wissenschaftliche Fakten setzt, kann sie in der Drogenprävention erneut eine globale Vorreiterrolle übernehmen“, so Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz.

Luzian Franzini
Co-Präsident JGS
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Judith Schmutz
Co-Präsidentin JGS
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