Medienmitteilung

Luzern braucht kommerzfreie Räume

Vergangenen Samstag haben Aktivistinnen und Aktivisten der leerstehende Stadtvilla an der Obergrundstrasse 99 neues Leben eingehaucht. Die Jungen Grünen Kanton Luzern unterstützen Zwischennutzung von brachliegenden Liegenschaften und hoffen, dass der Eigentümer Bodum mit der Gruppe Gundula einen Kompromiss aushandelt und auf eine Zwangsräumung verzichtet wird. 

Zersiedelungsdruck reduzieren 

Fast 3000m2 erstklassig gelegenes Land mitten in der Stadt bleiben seit Jahren ungenutzt. Land, das in der Stadt Luzern dringend benötigt wird. Die Nutzung von brachliegenden Flächen und Gebäude könnte den Zersiedlungsdruck, welcher in der Schweiz vorherrscht, stark reduzieren. Gebäude, die sich in einer Übergangsphase befinden und nicht wie ursprünglich angedacht genutzt werden können sowie noch nicht für Neues baubereit sind, eignen sich für Zwischennutzungen. 

Villa Gundula an der Obergrundstrasse 99 in Luzern

Die Stadt muss sich engagieren

Über das hinaus begrüssen die Jungen Grünen das Projekt Gundula als altnativer, nicht kommerzieller Kulturraum. Alle Sparten der Kultur sollen geeignete Räume zur Verfügung gestellt werden. Neben den Millionen Investitionen für die grossen Kulturhäuser soll sich die Stadt ebenso stark für offene Kulturräume einsetzen, die einem preissensibleren Publikum zur Verfügung stehen. Irina Studhalter, Co-Präsidentin Junge Grüne Kt. Luzern, dazu: „Das Projekt stösst auf grossen Anklang und zeigt, dass Bedarf nach offenen Kulturräumen vorhanden ist. Deswegen soll sich die Stadt vermehrt und mit Nachdruck bei den Grundeigentümern für Zwischennutzungen und damit für einen legalen Rahmen einsetzen.“    

Bodum sollte Interesse an Kompromiss haben

Das Projekt läuft friedlich, geordnet und mit Rücksicht auf die Nachbarschaft ab. Da das Bauprojekt in nächster Zeit noch nicht baureif ist, wird eine Zwangsräumung als nicht verhältnismässig angesehen. Der Eigentümer wurde laut der Gruppe Gundula vorab um Erlaubnis gesucht, verweigerte aber den direkten Kontakt. Gerade für die dänische Firma Bodum (mit Hauptsitz im luzernischen Triengen), welche in der Öffentlichkeit als frech und umweltfreundlich auftritt, würde ein offenes Kulturprojekt wie Gundula passen.  

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Irina Studhalter

Co-Präsidentin und Mediensprecherin

077 420 51 23

irina.studhalter@jungegrueneluzern.ch 

Die Kontaktangaben finden Sie am Ende der Medienmitteilung.