Regierungsrat Guido Graf verteidigt in einem Interview im Sonntagsblick die Zumutbarkeit von Rückschaffungen nach Eritrea. Das Angebot der Jungen Grünen vom letzten Jahr für eine Reise nach Eritrea schlug Graf aus. Trotzdem poltert er weiter. „Seine Äusserungen sind ein Affront gegenüber eritreischen Geflüchteten“, so Irina Studhalter, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern.

Medienmitteilung

Regierungsrat Graf ist populistisch und faktenresistent

Äusserungen von Guido Graf

Regierungsrat Guido Graf verteidigt in einem Interview im Sonntagsblick die Zumutbarkeit von Rückschaffungen nach Eritrea. Das Angebot der Jungen Grünen vom letzten Jahr für eine Reise nach Eritrea schlug Graf aus. Trotzdem poltert er weiter. „Seine Äusserungen sind ein Affront gegenüber eritreischen Geflüchteten“, so Irina Studhalter, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern.

Im gestrigen Sonntagsblick äussert sich der Luzerner Regierungsrat Guido Graf in einem Interview zur Asylsituation in der Schweiz. Dabei stellt er wiedermal die Gefahrenbeurteilung in Eritrea in Frage. Rückschaffungen nach Eritrea seien zumutbar und die Plätze für Eritreerinnen und Eritreer in der Schweiz würden für solche benötigt, die „wirklich verfolgt werden“, lässt Graf sich zitieren.

Die Jungen Grünen haben im vergangenen Jahr mit einem Crowdfunding in nur einem Tag über 1'700 Franken gesammelt, um Guido Graf eine Reise nach Asmara, Eritrea zu offerieren. Das Angebot lehnte Guido Graf ab. Stattdessen poltert er weiter und nimmt populistische Wörter aus der rechten Ecke, wie „Asylchaos“ oder „Wirtschaftsflüchtlinge“, in den Mund. „Unser Regierungsrat gibt sich faktenresistent – ein Trauerspiel“, meint Fabian Takacs, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen. Graf löst damit keine Probleme.

Diverse internationale Organisationen wie Amnesty International oder den Vereinten Nationen sprechen über Eritrea als vergleichbar mit Nordkorea. Studhalter: „Es ist ein Affront gegenüber eritreischen Geflüchteten, deren lebensbedrohliche Notlage derart zu leugnen.“