Medienmitteilung

Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe sofort zurückziehen

Mit Entsetzen haben die Jungen Grünen heute erfahren, dass nach dem illegalen Abschuss im Wallis nun auch in Graubünden ein Wolf gewildert wurde. „Es darf nicht sein, dass bei der Wolfsfrage zur Selbstjustiz gegriffen wird“, sagt Judith Schmutz, Co-Präsidentin Junge Grüne. Zudem kritisieren die Jungen Grünen die öffentlichen Stellungnahmen von lokalen Bauern, welche die Abschüsse loben und selbst gerne zum Gewehr greifen würden. Die Daseinsberechtigung des Wolfes in den Alpen, seinem natürlichen Lebensraum, darf nicht in Frage gestellt werden.

Mit dem rechtswidrigen Abschuss eines Jungwolfes aus dem Jahr 2015 wurde die Population am Calanda bereits reduziert. „Die noch bis Ende März gültige Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe am Calanda muss darum umgehend zurückgezogen werden“, fügt Raphael Schär an. Zwei weitere Jungwölfe zu töten um die restlichen zu erziehen, kommt bei vier Jungwölfen im 2015 am Calanda beinahe der Ausrottung eines ganzen Wurfes gleich.

Wie die letzte Debatte im Ständerat gezeigt hat, ist der Wolfsschutz weiter unbestritten. Durch gezielte Massnahmen wie Herdenschutzhunde werden Nutztiere wie Schafe oder Ziegen gut geschützt. Zudem ist klar, dass weitaus mehr Schafe durch Krankheiten und Abstürze sterben als sie durch den Wolf getötet werden. Die Jungen Grünen fordern eine Aufklärung der beiden gewilderten Wölfe im Wallis und Graubünden sowie einen Stopp der Futterplätze in Siedlungsnähe, welche Wölfe gezielt anlocken.

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Co-Präsidentin JGS
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