Medienmitteilung

Falsches Spiel von Axpo&Co.

5 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima ist das Thema Nuklearenergie immer noch regelmässig in den Medien. Die Debatte wird über die Landesgrenzen hinaus geführt: Auch die Zivilgesellschaft in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland mobilisiert gegen die Gefahren der Atomreaktoren. Die Schweiz ist durch ihre uralten Kraftwerke Mühleberg und Beznau (ältestes Kraftwerk der Welt) besonders bedroht.

So ist beispielsweise das Kernkraftwerk Beznau durch seine geographische Lage einer Überschwemmungsgefahr ausgesetzt. Eine Überschwemmung wäre besonders aufgrund von Löchern in einem internen Abwassertank eine Katastrophe mit verhehrenden Folgen.

Mühleberg, der zweite Schweizer „Greis“ unter den Atomkraftwerken, steht vor seiner baldigen Schliessung. Trotzdem haben die Betreiber noch keinen ausreichenden Fond für den kostenreichen Abbau und die Entmantelung des Atomkraftwerkes zur Verfügung gestellt. Ziel der Strombarone Axpo und Alpiq ist es, die Atomkraftwerke nach ihrer Abschaltung zu verstaatlichen. Nach jahrelangen Milliardengewinnen soll nun die Allgemeinheit die Folgekosten des nuklearen Abfalls tragen. "Die Dreistigkeit der Atomreaktorbetreiber kennt keine Grenzen. Nun ist es endlich Zeit, auf risikoarme Stromproduktion zu setzen und die Ziele der Energiewende zu konkretisieren. Ohne Atomausstieg ist die Energiewende nicht möglich", so Maja Haus, Generalsekretärin der Jungen Grünen.

Die Jungen Grünen mobilisieren dieses Jahr stark für dieses Thema. So findet im Kanton Aargau diesen Samstag, 12. März eine Anti-Atom-Velotour statt. Start ist um 12.30 auf dem Campusplatz in Brugg-Windisch, das Ziel ist Beznau.

In der Westschweiz werden die Jungen Grünen, als Teil einer breiten Anti-Atom Allianz, falsche Jodtabletten verteilen, um auf die tägliche Gefahr einer atomaren Katastrophe aufmerksam zu machen. Zudem sind die Jungen Grünen aktiv im Unterstützungskomitee des Menschenstroms und werden für den 19. Juni stark mobilisieren.

Die Jungen Grünen sind überzeugt, dass das Jahr 2016 entscheidend sein wird für den Atomausstieg. "Wir werden unsere MitbürgerInnen von der Notwendigkeit eines sofortigen Atomausstieges überzeugen, ihnen aber auch Lösungen bieten“, so Maja Haus weiter.

Maja Haus
Generalsekretärin JGS
Co-Präsidentin JG Aargau
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