Medienmitteilung

Regierungsrat scheut die Realität vor Ort

Der Luzerner Regierungsrat verzichtet auf den Besuch im Unrechtsstaat Eritrea, wie er letzte Woche den Jungen Grünen Kanton Luzern schriftlich mitteilte. Offenbar scheut Guido Graf den Besuch im prekären Land. Die gesammelten 1700.- Franken aus dem Crowdfunding-Projekt kommen deshalb der Schweizer Flüchtlingshilfe zugute. Während die Luzerner Regierung untätig bleibt, organisieren die Jungen Grünen Ende September eine Solidaritätsveranstaltung für die Menschen auf der Flucht. 

Die Stellungnahme von Guido Graf gegenüber den Jungen Grünen lässt keinen Zweifel daran, dass er die Rechtmässigkeit des Flüchtlingsstatus für Eritreer_innen in Frage stellt: „Erst wenn Klarheit herrscht, kann über die Rechtmässigkeit des Flüchtlingsstatus entschieden werden.“ Die Haltung des Vorstehers des Gesundheits- und Sozialdepartementes steht in krassem Widerspruch zu den glaubwürdigen Berichten über die prekäre Menschenrechtssituation in Eritrea von Seiten internationalen Organisationen wie UNO oder Amnesty International.

Graf poltert ohne hinzuschauen

„Aus der Ferne und ohne Kenntnisse über die dramatische Situation vor Ort ist es einfach, Unwahrheiten zu verbreiten. Trotzdem scheut sich Regierungsrat Graf, sich vor Ort ein fundiertes Bild zu machen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Asylsuchenden und Flüchtlinge aus Eritrea. Er spricht ihnen damit die Glaubwürdigkeit und Legitimität als Flüchtlinge ab“, sagt Irina Studhalter, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern.

Die Jungen Grünen handeln #SchutzstattHetze

„Während die Luzerner Regierung deplatzierte Briefe an den Bundesrat schreibt, handeln die Jungen Grünen Kanton Luzern“, erklärt Jana Aregger, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern. Sie stellen das gesammelte Geld aus dem Crowfunding-Projekt der Schweizer Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Die Sammelaktion war ein voller Erfolg, bis jetzt wurden 1692.- Franken gesammelt – beinahe 130% der notwendigen Summe für das Flugticket in die eritreische Hauptstadt Asmara. 

Kundgebung "Grenzen öffnen, Herz zeigen"

Ausserdem werden die Jungen Grünen Kanton Luzern Ende September eine grosse Kundgebung für eine solidarische Asylpolitik in Luzern durchführen (detaillierte Infos folgen. Gemeinsam mit wohlgesinnten Parteien und Verbänden zeigt sich die Partei unter dem Motto „Grenzen öffnen, Herz zeigen“ solidarisch. Die Jungpartei weigert sich, dem Leid der flüchtenden Menschen weiter tatenlos zuzusehen. 

Die Kundgebung wird am Samstag, 26. September 2015, um 20:00 vor der Jesuitenkirche stattfinden.

Das Spendenprojekt läuft immer noch. Es findet sich hier: http://www.100-days.net/de/projekt/eritrea-einfach.

 

Hier finden Sie die Medienmitteilung als PDF: 150911_MM_RR scheut Realität vor Ort.pdf

 

Kontaktangabe

Irina Studhalter

Co-Präsidentin Junge Grüne Kanton Luzern

077 420 51 23

irina.studhalter@jungegrueneluzern.ch

 

Gian Waldvogel

OK Kundgebung

078 743 49 53

gian.waldvogel@jungegrueneluzern.ch

 

 

Die Kontaktangaben finden Sie am Ende der Medienmitteilung.