07.09.2011

Medienmitteilung

Plakatflut - kein Platz für die Kleinen


 

Im ganzen Aargau lachen die Kandidierenden von Kandelabern, Kreuzungen, Strassenrändern, Brücken und jetzt auch von Kreisel Richtung Nationalrat. Die Jungen Grünen Aargau fällt auf, dass die Vorschriften zur Anbringung von Plakaten von keiner Partei eingehalten werden. Deshalb sehen sie sich gezwungen, ihre Wahlpropaganda ebenfalls an illegalen Orten gut sichtbar zu platzieren.

Parteien wurden informiert, dass an Brücken, Kreisel, Kreuzungen und Fussgängerinnenstreifen nicht plakatiert werden darf. Sind diese Vorschriften wegen Platzmangel und Fülle an Plakaten nun aufgehoben? Zählt die Verkehrssicherheit nichts mehr? Ist die Polizei überfordert?

Ist den Kandidierenden die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen weniger wert als eine Wahl nach Bern?

Wieviele Plakate erträgt der Aargau noch? Es sieht so aus, als hätten die Parteien viel zu viele Plakate drucken lassen und nun überall wo nur möglich aufhängen müssen. Was erwartet uns dann nächstes Jahr bei den Gross- und Regierungsratswahlen, wo ein Vielfaches an Kandidatinnen um Aufmerksamkeit buhlen wird? Woher kommt dieses ganze Geld? Die Jungen Grünen können es sich nicht leisten, in diesem Wahlplakatkampf ebenfalls mitzuhalten. Sie unterstützen die Initiative der Juso, die die Offenlegung der Parteienfinanzierung fordert. Zurzeit wird mit ungleichen Spiessen gekämpft. Die Wähler und Wählerinnen haben das Recht zu erfahren, wie die Kampagnen finanziert sind.

Ein erster Kreisel in Ehrendingen ist bereits mit Wahlwerbung begrünt. Falls weiterhin alles erlaubt ist und durch die grossen Parteien dank finanziellen Ressourcen den kleinen kein Platz mehr gelassen wird, werden die Jungen Grünen mit Freude die verbleibenden Kreisel im Aargau mit ihren Plakaten bestücken.

Kontakt:
Irène Kälin, Grossrätin junge Grüne, 077 428 43 06

Irène Kälin, Grossrätin junge Grüne, 077 428 43 06