Der Klimawandel ist Realität

Medienmitteilung

Der Klimawandel ist Realität

Der Juli 2015 war an diversen Orten in der Schweiz gemäss MeteoSchweiz (Link) der wärmste Monat seit Messbeginn 1864. Nachdem bereits der Juni 2015 weltweit der wärmste Monat seit Messbeginn war, folgte ein erneuter Rekord. Zudem kann man bereits jetzt davon ausgehen, dass das Jahr 2015 noch wärmer wird als das bisherige Rekordjahr 2014. Neun der zehn wärmsten Jahre wurden alle seit 2000 gemessen.

(Archivbild Junge Grüne Schweiz)

Der Klimawandel ist Realität, denn die weltweite Durchschnittstemperatur liegt bereits 0.70°C über dem langjährigen Durchschnitt. Im Juli 2015 lagen die Monatstemperaturen 3 bis 4 Grad über der Norm 1981-2010. „Eine solche Durchschnittstemperatur wird in Zukunft völlig normal sein, denn bereits bei Erreichen des weltweiten 2°C-Ziels wird für die  Schweiz eine 3 bis 4°C höhere Durchschnittstemperatur erwartet“ sagt Raphael Schär, Verantwortlicher für die Klimapolitik der Jungen Grünen Schweiz (Quelle: Motion 07.3791 im Nationalrat).

Die Folgen solcher Hitzetage konnte man im Juli bereits deutlich sehen. Öffentliche Parkanlagen wurden zu einer kargen Graswüste, die Pegel der Flüsse waren auf Tiefststand, die Landwirtschaft hatte mit beinahe einem Monat ohne Niederschlag zu kämpfen, im Jura musste das Militär Wasser für die Kühe anliefern, Mauersegler und Turmfalken sprangen verzweifelt aus den überhitzten Nestern und die Ozongrenzwerte wurden beinahe täglich überschritten. Für jüngere Personen mögen die warmen Temperaturen verlockend sein, doch gerade ältere Menschen haben unter den hohen Temperaturen gelitten. Zudem führt die gestiegene Ozonkonzentration bei allen Altersgruppen zu einer Verminderung der Lungenfunktion um bis zu 15%.

Es ist höchste Zeit zu handeln, sonst wird man in 50 Jahren auf einen relativ kalten Juli 2015 zurückblicken. Die Energiestrategie 2050 muss konsequent umgesetzt werden, die Strom- und Wärmeproduktion muss sofort CO2-neutral erfolgen und das Verkehrsaufkommen muss dringend reduziert werden. Darum darf auf keinen Fall eine zweite Gotthardröhre gebaut werden, welche die Tore für Mehrverkehr erst recht öffnet. Zudem muss die Zersiedelung gebremst werden, denn diese fördert die täglichen Pendlerströme. Hier bietet die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grüne die richtige Lösung.

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Kontakt:

Raphael Schär
Leiter AG Klima JGS
079 784 21 02

Ursina Schärer
AG Klima JGS
079 537 21 65

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