Wer 50% der CO2-Reduktionen aufs Ausland verschieben will, torpediert nicht nur die Klimaziele des Bundesrates, sondern vor allem auch das Klima und somit die Umwelt selbst.

Medienmitteilung

UREK-N torpediert die Klimaziele

Wer 50% der CO2-Reduktionen aufs Ausland verschieben will, torpediert nicht nur die Klimaziele des Bundesrates, sondern vor allem auch das Klima und somit die Umwelt selbst.

Die UREK-N zeigt wie ernst sie die ohnehin schon wenig ambitionierten Schweizer Klimaziele nimmt. In einer Motion beantragt sie, die Reduktionsziele zu 50% mit ausländischen Zertifikaten zu erkaufen. Das Problem wird somit einfach ins Ausland verlagert, der Schweizer CO2-Ausstoss wird entsprechend weniger reduziert. Anstatt die fossilen Brennstoffen endlich durch inländische erneuerbare zu ersetzen, importieren wir lieber Öl, Gas und Kohle und bezahlen am Schluss noch für die Emissionen.

"Die Kommission verkennt, dass wir jährlich fast 13 Milliarden Franken für unsere Energieproduktion ins Ausland bezahlen." rechnet Raphael Schär, Verantwortlicher für die Klimapolitik der Jungen Grünen, vor. "Müssten wir insbesondere unter den aktuellen Wirtschaftsbedingungen das Geld nicht besser in die inländische, erneuerbare Energieproduktion investieren?"

Ausgerechnet die UREK-N scheint auch nach dem Temparatur-Rekordjahr 2014 nicht zu begreifen, dass der Klimawandel bereits eine Tatsache ist. Unter anderem werden die Folgen für den Tourismus, die Landwirtschaft und für die Menschen mit Wohnungen in Gefahrenzonen die aktuellen Sorgen weit übersteigen und die Kosten für die Anpassungsmassnahmen das Bundesbudget schwer belasten.

Kontakt:

Raphael Schär
Leiter AG Klima JGS
079 784 21 02

Andreas Lustenberger
Co-Präsident JGS
076 523 80 38

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