Anlässlich des vierten Jahrestages der Fukushima-Katastrophe gestalteten die AktivistInnen ein grosses Mahnmal aus Kerzen. Mit dem Erinnern an Fukushima rufen die Jungen Grünen Schweiz die ParlamentarierInnen dazu auf, ihre Verantwortung gegenüber dem beschlossenen Atomausstieg in der Schweiz wahrzunehmen und fordern dessen rasche Umsetzung.

Medienmitteilung

Junge Grüne erinnern ParlamentarierInnen an Fukushima

Mit einer bewegenden Aktion waren die Jungen Grünen heute Morgen auf dem Bundesplatz präsent. Anlässlich des vierten Jahrestages der Fukushima-Katastrophe gestalteten die AktivistInnen ein grosses Mahnmal aus Kerzen. Mit dem Erinnern an Fukushima rufen die Jungen Grünen Schweiz die ParlamentarierInnen dazu auf, ihre Verantwortung gegenüber dem beschlossenen Atomausstieg in der Schweiz wahrzunehmen und fordern dessen rasche Umsetzung.

Junge Grüne erinnern ParlamentarierInnen an Fukushima

Vor genau vier Jahren ist es im Kernkraftwerk in Fukushima (Japan) zu mehreren Kernschmelzen gekommen. Mit einer frühmorgendlichen Aktion auf dem Bundesplatz in Bern erinnerten heute AktivistInnen der Jungen Grünen Schweiz die ParlamentarierInnen an diese Katastrophe. Aus 650 Kerzen formten sie das klassische Zeichen für Radioaktivität, worin auf japanisch Fukushima zu lesen war. Als Mahnmal soll es auf die Gefahren der Atomkraft hierzulande hinweisen, weshalb in der Symbolmitte zusätzlich “CH“ erkennbar war.

Fukushima sei noch lange nicht ausgestanden, betonten die Organisatoren, denn auch vier Jahre nach dem Unfall leiden die Menschen vor Ort unter den Folgen. Zudem wird die ausgetretene Radioaktivität die Region sowie weite Teile des Pazifiks noch für Jahrtausende verseuchen. „Ich bin jetzt 20 Jahre alt, solche Zeiträume kann man sich einfach nicht vorstellen“, sagte Bettina Wyler von den Jungen Grünen. So sei es verantwortungslos, dass die Laufzeiten der Schweizer AKW weiterhin unbegrenzt sein sollen.

Die AktivistInnen fordern die National- und Ständeräte dazu auf, die Risiken der Atomenergie ernst zu nehmen und den Atomausstieg voranzutreiben. Kurz nach der Atomkatastrophe vor vier Jahren haben sich selbst bürgerliche Parlamentarier für einen raschen Atomausstieg ausgesprochen. Doch bisher seien keine Laufzeitbeschränkungen festgelegt worden, meinte Wyler enttäuscht.

So soll das Mahnmal vor dem Bundeshaus die PolitikerInnen an ihre Verantwortung erinnern und die Forderungen der Jungen Grünen nach einem raschen Atomausstieg unterstreichen. Sie unterstützen die Atomausstiegsinitiative der Grünen, die im November 2012 eingereicht wurde und eine maximale Laufzeit von 45 Jahren für die bestehenden AKW fordert. „Die AKW Beznau I und Mühleberg müssten damit beide sofort abgeschaltet werden“, erläuterte ein weiterer Aktivist, „was ein wichtiger Schritt für die Energiewende wäre“. Die AktivistInnen der Jungen Grünen sind überzeugt, dass dies problemlos möglich wäre, „wenn der Wille der Verantwortlichen in der Politik da ist“.

So wurde das Bundeshaus am frühen Mittwochmorgen vom Kerzenlicht des Mahnmals erhellt, wozu eine müde, aber entschlossen aussehende Aktivistin schmunzelnd meinte: „Dafür hat es sich auf alle Fälle gelohnt, früh aufzustehen. PolitikerInnen muss man manchmal etwas wachrütteln“.

 

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Bettina Wyler
Aktivistin
079 819 77 39

Lena Frank
Co-Präsidentin JGS
079 586 70 55

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