Medienmitteilung

JCVP und Junge Grüne machen sich gemeinsam für Fracking-Verbot stark

JCVP und Junge Grüne machen sich gemeinsam für Fracking-Verbot stark

Die beiden Jungparteien wollen die Förderung von fossilen Ressourcen mittels Fracking verbieten. Die Technologie birgt unkontrollierbare Risiken für das sensible Wasserschloss Schweiz. Momentan gleicht die Schweiz in der Gesetzgebung einem Flickenteppich, es herrscht Rechtsunsicherheit. Junge Grüne und JCVP fordern Bund und Kantone zu einem koordinierten Vorgehen auf.

Das Interesse an der Fracking-Technologie zur Förderung von Erdgas hat die Schweiz erreicht. Rechtlich ist die Schweiz auf den Ansturm überhaupt nicht vorbereitet. Einzelne Kantone reagieren mit Verboten oder Moratorien. Doch Fracking macht nicht vor Kantonsgrenzen oder Landesgrenzen halt, wie Vorhaben am Bodensee zeigen. Die beiden Jungparteien fordern deshalb, dass die Kantone im Rahmen eines Konkordats ein gemeinsames Verbot erarbeiten und dem Bund die Möglichkeit geben in grenznahem Gebiet zu intervenieren. Die Geothermie soll von dem Verbot nicht tangiert werden.

Beim Fracking werden grosse Mengen von Wasser und Chemikalien unter hohem Druck in den Untergrund gepumpt. Durch die so verursachten künstlichen Risse im Gestein wird das darin eingeschlossene Erdgas herausgelöst. Dieser Chemikaliencocktail gefährdet in hohem Masse Grundwasser und Oberflächengewässer. In der kleinräumigen Schweiz könnte ein einzelner „Fauxpas“ gravierende Folgen haben. Ein solch abenteuerlicher Umgang mit der Umwelt kann sich das Wasserschloss Schweiz nicht leisten.

Ein konsequentes Verbot garantiert Rechts- und Investitionssicherheit für Kantone, Bohrfirmen und die Bevölkerung. Als nächstes steht im Zürcher Kantonsrat eine Motion von Martin Neukom (Grüne) zur Debatte. Mit fadenscheinigen Gründen empfiehlt sie der Zürcher Regierungsrat zur Ablehnung.

Für die Jungen Grünen und die JCVP ist jedoch klar, dass das Thema in einem nächsten Schritt auf der nationalen Politbühne diskutiert werden muss. Anfangs Dezember erschien eine Studie der Eidgenössischen Geologischen Fachkommission EGK, die sich mit dem Fracking auseinandersetzt. Auch sie plädiert für eine gesamtschweizerische Lösung. Bisher hat sich der Bundesrat dazu noch nicht geäussert. Die Jungparteien fordern ein Bekenntnis des Bundesrates, die Frackingtechnologie als Bestandteil der Energiestrategie 2050 auszuschliessen. Nebst den Gefahren der Wasserverschmutzung widerspricht die Förderung von fossilen Ressourcen auch klar dem Charakter der Energiewende. Eine Motion von Nationalrätin Aline Trede wird dem Anliegen in den Räten demnächst Nachdruck verleihen.

Andreas Lustenberger, Co-Präsident Junge Grüne Schweiz:„In den USA ist ersichtlich, welcher Schaden Fracking anrichten kann. Nur mit einem flächendeckenden Verbot wird verhindert, dass in der Schweiz der gleiche Fehler wiederholt wird.“

Jean-Pascal Ammann, Präsident JCVP Schweiz:„Wir sind überzeugt, dass es mehr Allianzen unter den Jungparteien geben muss. Für die Umwelt muss jetzt Sicherheit geschaffen werden, dafür stehen wir gemeinsam ein.“

Martin Neukom, Kantonsrat Grüne Zürich:„Bei manchen Umweltproblemen sind Anreiz-Systeme richtig. Fracking hingegen ist so schädlich, dass nur ein Verbot konsequent ist.“

Adrian Moser, Präsident JCVP Kanton Zürich:„Die Gewinnung von fossilen Ressourcen wiederspricht klar dem Ziel der Energiewende. Die wichtigste Ressource der Schweiz ist das Wasser. Dem müssen wir entsprechend Sorge tragen!“

Andreas Lustenberger
Co-Präsident JGS
076 523 80 38

Jean-Pascal Ammann
Präsident JCVP Schweiz
079 834 43 57

Melanie Nobs
Koordinatorin JGS
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