Junge Grüne diskutieren Initiative und Wahlen

Medienmitteilung

Mit Anlauf ins 2015

Die Jungen Grünen Aargau hielten diesen Samstag ihre Strategiesitzung 2015 in Aarau ab. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Diskussion und Auswahl von kantonalen Projekten und eine erste Weichenstellung für die eidgenössischen Wahlen im kommenden Jahr. Es wurden zwei Kampagnenvorschläge ausgewählt, die weiter ausgearbeitet werden. Der definitive Lancierungsentscheid fällt die Generalversammlung im Januar.

Kantonale Projektvorschläge:

Soziale Gerechtigkeit – gesellschaftliche Durchmischung - günstiger Wohnraum

Die soziale Gerechtigkeit gibt es im Aargau nur auf dem Papier. Reiche Gemeinden können sich von ihren gesellschaftlichen Pflichten freikaufen und mit einfachen Marktmechanismen ärmere Gemeinden benachteiligen. Es gibt sogar Gemeindeexekutiven, die direkt Einfluss auf Bauvorhaben in ihrer Gemeinde nehmen und so den Bau von günstigem Wohnraum verhindern. Durch teuren Wohnraum sind ärmere Menschen in ihrer Niederlassungsfreiheit eingeschränkt und ziehen in Ortschaften mit günstigem Wohnraum. Auf diese Art entstehen unausgeglichene Gesellschaftskonstrukte, wie etwa Reichenghettos. Ärmere Gemeinde haben meist das Nachssehen und sind zunehmend finanziell überfordert. Die gesellschaftliche Durchmischung, sei es auf Ebene des Einkommens, der Religion oder der Herkunft, findet nicht statt, was die gesellschaftspolitische Zukunft des Kantons akut bedroht.
Der Vorschlag "Günstiger Wohnraum - soziale Durchmischung" verlangt, dass alle Aargauer Gemeinden einen bestimmten Wohnraumanteil mit einem Abschlag zum Marktpreis anbieten müssen. Zudem nehmen sie einen Teil der Asylbewerber auf, damit gewisse Gemeinden mit dieser Verantwortung nicht allein gelassen werden.

 

Bildungsminimum

Um den stetigen Leistungsabbau in der Bildung zu stoppen und unseren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wohlstand zu wahren, müssen von linker Seite Gegenmassnahmen getroffen werden. In dieser Hinsicht waren sich die anwesenden Jungen Grünen einig. Das Aargauer Parlament sowie die Regierung verteilen lieber Steuergeschenke an Unternehmen und schnürten diesen Sommer ein Sparpaket von rund 200 Mio. CHF. Sie gefährden damit die wirtschaftliche Zukunft des Kantons.
Der Vorschlag "Bildungsminimum" verlangt, dass ein (noch zu bestimmender) Betrag, angepasst an Wachstum und Inflation, jedes Jahr in Bildung investiert werden muss. Der Betrag garantiert eine gute Bildung und darf nicht unterschritten werden.

 

Nationalratswahlen 2015

Die Jungen Grünen Aargau treten die eidgenössischen Wahlen 2015 mit einer Jungen Grünen Nationalratsliste (Unterliste) an. Sie wollen an den Erfolg der letzten Wahlen anknüpfen und als wählerstärkste Jungpartei bestätigt werden. 

Kontakt

Itamar Piller
Präsident

078 657 82 16
itamar.piller@jungegruene.ch