Medienmitteilung

Billiger Dreckstrom blockiert die Energiewende!


In Zürich haben die Jungen Grünen heute Samstag für die Dreckstrompetition Unterschriften gesammelt. „Dreckstrom beschleunigt den Klimawandel und verhindert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das ist absolut inakzeptabel.“ so Raphael Schär, Leiter der Arbeitsgruppe Klima. Eine mit Kohle bedeckte Solarzelle zeigt sinnbildlich, wie Dreckstrom die erneuerbaren Energien ausbremst.

Wie die Rundschau in ihrem Beitrag vom 4. Juni 2014 zeigt, investieren auch Schweizer Energieversorger in Kohlekraftwerke. Mit der kommenden Öffnung des Strommarktes droht nun sogar noch mehr Dreckstrom in die Schweiz zu fliessen. Weil Kohlekraftwerke und andere Dreckstromkraftwerke ihre Emissionen, Abgase, Altlasten und Unfallrisiken nicht selber tragen, wirkt Dreckstrom billiger als erneuerbare Energien.

Doch dem ist aber nicht so. Damit die verursachten Umwelt- und Gesundheitskosten wie auch die Risiken gedeckt werden, fordern die Jungen Grünen zusammen mit anderen Organisationen in einer Petition an den Bundesrat und die eidgenössischen Räte die Einführung einer Dreckstromabgabe. Diese Abgabe von rund 10 Rappen pro Kilowattstunde ist eine absolut zwingende flankierende Massnahme zur kommenden Strommarkt-Öffnung. Da Braunkohlekraftwerke mitunter zu den grössten CO2 Produzenten zählen, ist eine solche Abgabe auch eine wirkungsvolle Massnahme um den CO2 Ausstoss zu reduzieren. Eine starke Reduktion der CO2 Emissionen ist notwendig, um das 2-Grad-Ziel nicht zu überschreiten.

Eine solche Abgabe macht auch die erneuerbaren Energien konkurrenzfähiger. Dass die erneuerbaren Energien ein grosses Potential haben, zeigt ein Bericht von cleantech. Demnach wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2014 81,1 Terrawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen produziert. Braunkohlekraftwerke haben 69,7 Terrawattstunden produziert.

Die Jungen Grünen fordern Bundesrat und Parlament darum auch auf, in der Energiestrategie 2050 in der Stromversorgung auf 100% erneuerbar zu setzen. Demnach braucht es neben der Dreckstromabgabe eine Entdeckelung der KEV um die Investitionen in erneuerbare Energien voranzutreiben.

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Raphael Schär
Kontaktperson Deutschschweiz AG Klima JGS
079 784 21 02

Andreas Lustenberger
Co-Präsident JGS
076 523 80 38

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