Medienmitteilung

Wir und nicht die anderen sind Schuld


Die Jungen Grünen zeigen sich irritiert, ob dem Engagement des Solothurner Kantonsratspräsidenten Peter Brotschi (CVP) für die Ecopop-Initiative. Als aktuell höchster Solothurner kämpft er an vorderster Front für eine radikale Beschränkung der Zuwanderung. „Dass ein amtierender Kantonsratspräsident in einem Unterstützungskomitee Einsitz nimmt, ist problematisch“, meint Mattias Ruchti, Vorstand Junge Grüne Kt. Solothurn. Schliesslich vertrete er den Kanton und dessen Bevölkerung nach aussen. "Dabei gilt es die eigene Meinung zurückzuhalten und sich ein Jahr lang voll und ganz für den Kanton, seine Bevölkerung und seine Interessen einzusetzen.“, so Ruchti. "Auch wenn sich Brotschi im Abstimmungskampf nur dezent äussern will, bereits sein Engagement im Unterstützungskomitee ist alles andere als zurückhaltend.“ Die Jungen Grünen fordern deshalb Brotschi auf, sich gänzlich und unverzüglich aus dem Unterstützungskomitee für die Ecopop Initiative zurückzuziehen.

Wie auf der CVP Homepage ersichtlich, will sich Brotschi vehement gegen die "weitere Zersiedelung unseres Kantons“ wehren. Erfreut nehmen die Jungen Grünen dies zur Kenntnis, denn auch die Jungen Grünen wollen kein "Los Angeles" in der Schweiz. Die  Argumentation von Brotschi und die der Ecopop-Initiant_innen ist jedoch schlicht falsch! „Die Ursache der Zersiedelung liegt in unseren übersteigerten Ansprüchen an Wohnraum, nicht auf der Zuwanderung“, ist Niels Kruse, Co-Präsident Junge Grüne Kt. Solothurn, überzeugt. „ So ist beispielsweise die Bevölkerung während der letzten 45 Jahre um 17% gestiegen. Die Siedlungsfläche hingegen um 23%, wobei das Wohnareal um ganze 44% zugenommen hat. Die Zersiedelung ist hausgemacht. Die Ecopop-Initiative verhindert nicht die weitere Zersiedelung der Schweiz!"

Die Jungen Grünen sind der Ansicht, dass die Initiative diskriminierend ist, da sie die Schuld am zu grossen Ressourcenverbrauch einseitig den Zuwanderinnen und Zuwandern in die Schuhe schiebt. Für die Jungen Grünen ist klar: "Wir und nicht die anderen sind schuld. " Wer wirklich etwas gegen die Zersiedelung im Kanton Solothurn tun will, wird aufgefordert, sich gemeinsam mit den Grünen und Jungen Grünen für eine griffige Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes einzusetzen. Für die Jungen Grünen ist klar, dass nicht den Ausländern die Schuld für ein selbstverschuldetes Problem in die Schuhe geschoben werden kann! Gerade ein Politiker, dessen Partei christliche Werte vertreten will, sollte sich von einer solchen fremdenfeindlichen Politik distanzieren.


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