Medienmitteilung

Handelt bevor das Klima wandelt!

Am Samstag haben in Bern die Jungen Grünen auf den fortscheitenden Klimawandel aufmerksam gemacht. Verkleidet als Pinguine posieren sie mit einem Banner mit der Aufschrift «Handelt bevor das Klima wandelt». Damit wollen sie die offizielle Schweiz zu Taten auffordern. 

[Foto] Handelt bevor das Klima wandelt! Aktion der Jungen Grünen

Der heute Montag veröffentlichte 2. Teilbericht des 5. IPCC Berichtes diskutiert die sozio-ökonomischen und ökologischen Folgen des Klimawandels und mögliche Anpassungsstrategien.  Mit einem Flyer machten die Jungen Grünen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam.  Dass diese Folgen alle betreffen, wurde mit kurzen Sprüchen illustriert:

  • Mehr Überschwemmungen (Wasser im Keller - jedes Jahr viel schneller?)
  • Steigender Meeresspiegel (Gondeltour in Venedig - geht das noch ewig?)
  • Sommertrockenheit (Sommertrockenheit - Frust statt Grill am 1. August?)
  • Schneemangel (Willst du bloss warten, auf den Schneemann im Garten?)
  • Gletscherschwund (Wir stehen am Gletscherrand - Unsere Urenkel vor der Bilderwand?)

Im Zusammenhang mit der Aktion „Earthhour“ des WWFs und der Tatsache, dass nur 42% der Bevölkerung den Begriff „ökologischer Fussabdruck“ kennen, wurde auf den Footprint Rechner des WWFs verwiesen (www.wwwf.ch/footprint). Damit möchten sie darauf aufmerksam machen, dass jeder und jede Einfluss auf das Klima hat.

Der aktuelle Teilbericht zeigt mögliche Anpassungsstrategien. Die Jungen Grünen sind schockiert, dass bereits Anpassungsstrategien ausgearbeitet werden müssen, doch auch froh, dass hier Weitsichtigkeit gezeigt wird.

Doch noch kann das Schlimmste abgewendet werden. Dies gelingt aber nur mit einer radikalen Änderung des politischen Kurses. Die Jungen Grünen fordern die offizielle Schweiz deshalb auf, konsequent auf Klimaschutz zu setzten. Der Spruch «Handelt bevor das Klima wandelt» deute dabei auf die Dringlichkeit des Anliegens hin, so Raphael Schär, Leiter der Arbeitsgruppe Klima der Jungen Grünen Schweiz.

Konkret verlangen die Jungen Grünen von der offiziellen Schweiz, eine Leaderrolle im Bereich Klimaschutz einzunehmen. Die Schweiz muss sich an den kommenden Klimakonferenzen in Lima und Paris für starke, verbindliche Ziele einsetzen und dabei als gutes Vorbild vorangehen. Nur mit Hilfe starker „Climate Leaders“ können hohe Ziele und griffige Massnahmen durchgesetzt werden. Die Schweiz hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass es die unterschiedlichen Interessensgruppen an einen Tisch bringen kann und dabei eine aktive Vermittlerrolle einnehmen kann.

Zudem muss die Schweiz endlich das Ziel von maximal einer Tonne CO2-Emissionen pro Person und Jahr ernst nehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Massnahmen wie die Erhöhung der Mineralölsteuer oder die ökologische Steuerreform unerlässlich. Die Jungen Grünen fordern Parlament und Bundesrat deshalb auf, bereits jetzt ehrgeizige Ziele für die Zeit nach 2020 festzulegen und die entsprechenden Massnahmen sofort einzuleiten. Teil dieser Ziele muss es sein, dass eine CO2 Abgabe und eine Mineralölsteuer auf Treibstoffe für alle Flüge endlich eingeführt werden. Bereits jetzt gehen 16% der Klimabelastung in der Schweiz auf das Konto des Flugverkehrs.

Des Weiteren verlangen die Jungen Grünen vom Bund, den Emissionshandel zu straffen. Der Zertifikatmarkt ist überflutet, die CO2-Preise im Keller. Damit der Emissionshandel auch wirklich zum Klimaschutz beiträgt, muss der Bund die Emissionsobergrenze (Cap) um jährlich mindestens 10% reduzieren. Nur so hat die CO2-intensive Industrie Anreize, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Foto 1
Foto 2
Foto 3

Raphael Schär

Leiter AG-Klima JGS
079 784 21 02

 

Cyrill Bolliger

AG-Klima JGS
078 807 92 97

 

Andreas Lustenberger

Co-Präsident JGS
076 523 80 38

Junge Grüne Schweiz | Jeunes Vert-e-s Suisse
Waisenhausplatz 21 | 3011 Bern
www.jungegruene.ch | info@jungegruene.ch