Medienmitteilung

Haarsträubende Aussagen von Uni-Rektor

Im heutigen Interview* mit der NZZ am Sonntag spricht sich der neue Rektor der Universität Zürich auch nach dem Fall UBS für weitere Firmen-Sponsorings aus. Er will sie neu „Schenkungen“ nennen. Die Jungen Grünen Zürich sind entsetzt darüber, dass die Uni offensichtlich nichts dazu gelernt hat.

Der neue Rektor der Universität Zürich, Michael Hengartner, gibt in der heutigen NZZ am Sonntag ein Interview, in dem er die Zuwendungen der UBS von rund hundert Millionen dreist eine „Schenkung“ nennt. Auch auf mehrfaches Nachhaken des Journalisten merkt er nicht, wie absurd diese Begrifflichkeit ist. Eine Schenkung wäre es dann, wenn die UBS das Geld der Universität bedingungslos gegeben hätte. Das hat sie aber nicht. Die Grossbank will die Uni zum Rekrutierungszentrum verkommen lassen. Hätten kritische Kreise nicht darauf gepocht, hätte sie sogar Hörsäle in «UBS International Center Hörsaal»benennen lassen.

Die Jungen Grünen Zürich sind im Gegensatz zu Michael Hengartner nicht der Auffassung, dass der Fall UBS keinen Reputationsschaden an der Universität Zürich hinterlassen haben. Nicht nur das – Meret Schneider, Präsidentin der Jungen Grünen Zürich sieht sogar „die Unabhängigkeit der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gefährdet. Die Universität muss endlich Lehren aus dem Fall UBS ziehen!“

Dass der UBS nicht klar ist, dass es nicht die primäre Aufgabe der Universität ist, Bankenspezialisten zu „produzieren“, sondern eine vielfältige, kritische und detaillierte Vermittlung des wirtschaftswissenschaftlichen Stoffs, glauben die Jungen Grünen Zürich sofort. Viel wichtiger ist es aber, dass das Herr Hengartner schnell merkt - bevor es zu spät ist.

*http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/uni-rektor-will-weitere-firmen-sponsorings-1.18229346

Meret Schneider
Präsidentin Junge Grüne Kanton Zürich
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