Medienmitteilung

Rohstoffhandel: Zuger Regierungsrat will endlich handeln

Die Jungen Alternativen sind erfreut über die Anerkennung der enormen Probleme im globalen Rohstoffhandel, durch den Zuger Regierungsrat. Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel bestätigt, was die Jungen Alternativen und Entwicklungsorganisationen schon lange aufzeigen, in den Abbauländern herrschen massive Defizite im Bereich der Arbeitsbedingungen und im Umweltschutz.

In einem heute erschienenen NZZ Artikel (LINK), setzt sich der Zuger Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel, für schärfere Regeln im Bereich des Rohstoffhandels aus. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Genf und Tessin will er sich aktiv in einer bundesweiten Arbeitsgruppe einsetzen.

Die Jungen Alternativen begrüssen dieses klare Commitment der Zuger Exekutive. Vor gut einem Jahr haben sich die Jungen Alternativen in einem offenen Brief an den Regierungsrat gewandt und ihn zu einer Stellungnahme über die miserablen Bedingungen in den Abbauländern aufgefordert. (LINK) In seiner Antwort vom 18. September 2012 (Seite 1 / Seite 2) hatte der Regierungsrat noch auf das Einhalten der Gesetze in den Abbauländern und auf internationale Standards verwiesen. Wir sind froh, dass der Volkswirtschaftdirektor nun die diffusen rechtstaatlichen Bedingungen in den oft von Korruption geplagten Abbauländern erkannt hat.

Probleme erkennen – ein erster Schritt
Mit der Anerkennung der miserablen Zustände in Abbauländern, mitverschuldet von den in Zug ansässigen Rohstoffunternehmen, ist ein erster Schritt getan. Wer Probleme erkennt, muss diese konsequenterweise auch lösen.  Für die Jungen Alternativen ist deshalb klar, dass sich der Zuger Regierungsrat nicht weiter hinter internationalen Standards und nationalen Berichten verstecken darf. Wie Matthias Michel richtig sagt, braucht es schärfere Regeln im Rohstoffsektor, damit die Ausbeutung sowohl von Menschen als auch von der Natur endlich gestoppt wird. Als Volkswirtschaftsdirektor ist es nun an ihm, mit allen Unternehmen das Gespräch zu führen und eine adäquate, kantonale Gesetzgebung in nützlicher Frist auszuarbeiten.

Die Jungen Alternativen verfügen in diesem Bereich über fundiertes Wissen und sind mit verschiedensten Menschenrechts- und Umweltorganisationen bestens vernetzt. Gerne bieten wir dem Regierungsrat deshalb unsere Unterstützung an.

Andreas Lustenberger
Kantonsrat
Vorstand Junge Alternative 
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Vorstand Junge Alternative
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