Medienmitteilung

"Thun droht auszutrocknen und zu überaltern"

Im Thuner Club N8Stern wurden bei einer äusserst gross Angelegten Kontrolle durch die Polizei erhebliche Mengen Drogen aufgespürt. Als Konsequenz hat das Regierungsstatthalteramt nach einer Aussprache mit dem Clubbetreiber, Sicherheitsdirektor Siegenthaler, Vertretern der Stadtliegenschaften und dem stv. Regierungsstatthalter Zingg die sofortige Schliessung des Lokals verfügt. Diese Schliessung reiht sich in eine leidige Kette des Clubsterbens ein. Für die Jungen Grünen steht fest: Thun muss gerade für Junge wieder attraktiver werden.

Die erneute Schliessung eines Thuner Ausgehlokals reiht sich ein in eine bedenkliche Reihe des Wegfallens von Ausgehmöglichkeiten. Nach dem Ende der Ausgehszene im Selve mussten Thuns Ausgehfreudige 2011 die Schliessung des „The Rock“ und kürzlich der Kultbeiz „Alperösli“ hinnehmen. Auch das Kulturlokal Café-Bar Mokka blieb nicht von Angriffen verschont, wurde doch im letzten Sommer dem legendären Sommer-Programm „Mokka Summerdance“ der Riegel geschoben. Nun fällt wiederum ein Stück des ohnehin schon raren Ausgehprogramms weg. „Die Stadt droht auszutrocknen und zu überaltern“, steht für Lisa Eymann von den Jungen Grünen aus Thun fest. Es müsse gehandelt werden, die Stadt sei in der Pflicht Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichten, neue Angebote zu schaffen und bestehende zu erhalten. Denn damit, dass die Stadt das Alternative Kulturzentrum „NKK Perron“ ermögliche, sei die Arbeit noch lange nicht getan. Thun wird gerade für Junge zunehmend unattraktiver. Dabei müsste es doch im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein, dass Junge in Thun bleiben.

"Siegenthalers Gleichung ist der Gipfel"
Gemeinderat Peter Siegenthaler täte gut daran, sich im Gemeinderat dafür einzusetzen, dass die Stadt endlich Wege aufzeigt, wie das Angebotsmanko in Thuns Ausgeh- und Kulturszene bewältigt werden kann, statt sich sagen zu lassen (und es notabene weiter zu proklamieren), dass Goa-Musik unweigerlich mit Drogenkonsum in Verbindung stünde. „Diese Gleichung ist der Gipfel! Siegenthaler wirft alle, die ab und zu Goa hören in den Drogentopf, sehr schwach für einen Sozialdemokraten“, empört sich Roman Gugger, Co-Präsident der Jungen Grünen Kanton Bern. Die Jungen Grünen, welche Siegenthaler 2010 bei den Stapi-Wahlen noch unterstützt haben, sind sich sicher, dass nun Peter Siegenthaler als Sicherheitsdirektor auch gleich eine schlagende Idee hat, wie sich Drogen aus dem Ausgehleben verbannen liessen, ungeachtet der im jeweiligen Lokal gespielten Musik. Allerdings ist davon auszugehen, dass Grossrazzien kaum jemanden vom Drogenkonsum abhalten.

Roman Gugger
Co-Präsident, Thun
078 856 41 41

Lisa Eymann
Junge Grüne, Thun
078 753 44 61

Junge Grüne Kanton Bern
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