03.06.2013

Medienmitteilung

Von links bis rechts! Jungparteien sagen Nein zum Konkordat

Die Jungen Grünen, die Juso, die Jungfreisinnigen und die Junge SVP sagen Nein zum Konkordat „über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen“. Eine Woche vor der Abstimmung rufen die vier grössten Jungparteien des Kantons Zürich darum zum Nein-Stimmen auf.

Es ist schon fast ein historischer Moment. Seite an Seite kämpfen Jungparteien von links bis rechts gemeinsam gegen das Konkordat „über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen“. Entgegen dem politischen Mainstream lehnen sowohl die Jungfreisinnigen und die JSVP, als auch die Juso und die Jungen Grünen des Kantons Zürich eine Verschärfung ab.

In einer gemeinsamen Stellungnahme rufen die Jungparteien heute, eine Woche vor der Abstimmung am 9. Juni zum Nein-Stimmen auf.

Das Konkordat schränkt die Grund- und Freiheitsrechte von Sportfans massiv ein. Massnahmen wie Alkoholverbote, Anreisevorschriften oder ID-Kontrollen sind nicht zielführend. Zudem ist eine Ausweitung der Rayonverbote von einem auf drei Jahre eine unverhältnismässig harte Verschärfung. Zumal Rayonverbote keinen richterlichen Beschluss benötigen und Einsprachen keine aufschiebende Wirkung haben. Es kann zudem nicht sein, dass bereits Aussagen von privaten Sicherheitskräften reichen, um ein dreijähriges und schweizweites Rayonverbot auszusprechen. Auch ist es unsinnig, Spielbewilligungen der oberen Liga bewilligen zu lassen – dies ist lediglich eine administrative Massnahme, die keinesfalls zu mehr Sicherheit führt.

Jährlich besuchen rund 5 Millionen ZuschauerInnen die Spiele der höchste Schweizer Fussball- und Eishockeyliga. Nur gerade 500 sind in der Hooligan-Datenbank mit Massnahmen belegt und die Gewalt in Sportstadien ist rückläufig. Alle Fans über eine Leiste zu schlagen, ist daher nicht angebracht.

Zum Teil entgegen den Parolen ihrer Mutterparteien setzen sich Jungfreisinnige, JSVP, Juso und Junge Grüne gegen das Konkordat ein. Sie rufen vor allem junge Personen dazu auf am 9. Juni an die Urne zu gehen und Nein zu stimmen.

Weitere Infos:
Andri Silberschmidt, Co-Präsident Jungfreisinnige Kanton Zürich: 079 367 58 31
Pascal Bührig, Co-Präsident JUSO Kanton Zürich: 079 489 45 27
Patrick Walder, Vize-Präsident JSVP Kanton Zürich: 078 820 33 68
Luca Maggi, Präsident Junge Grüne Stadt Zürich: 076 480 35 10

Luca Maggi
Präsident Junge Grüne Zürich
Komitee-Sprecher Kollektivbestrafung NEIN!
076 480 35 10

Junge Grüne Zürich
Ackerstrasse 44 | 8000 Zürich
jungegruene@gmail.com | www.jungegruene.ch