19.08.2012

Medienmitteilung

Sommeranlass der Jungen Grünen Aargau

Interessierte Mitglieder und SympathisantInnen der Jungen Grünen Aargau lernten auf einem Rundgang durch das Flusskraftwerk Bremgarten-Zufikon der AEW Energie AG, welches 1975 seinen Betrieb aufnahm und eine Gesamtleistung von 20 Megawatt aufweist, verschiedene Aspekte rund um Flusskraftwerke kennen. 

Zu Beginn wurden die Funktionsweise und das Vorgehen beim Bau eines Flusskraftwerkes erläutert. Zudem wurde auf diverse an die Konzession gebundene Auflagen hingewiesen, wie zum Beispiel, dass der Wasserpegel bis auf wenige Zentimeter genau auf 380 Meter über Meer gehalten werden muss - starke Hochwasser ausgenommen, bei denen das Stauziel tiefer angesetzt ist. Die Konzession berechtigt zum Betrieb des Flusskraftwerkes während 80 Jahren, bis 2055 also.

Anschliessend wurden der Kommandoraum und die Rolle der Wasserkraft innerhalb der schweizerischen Stromlandschaft vorgestellt. Dabei wurde auch die Frage, wie auf den Ausstieg aus der Atomenergie reagiert werden soll, erörtert, wobei übereinstimmend festgestellt wurde, dass das Einsparen von elektrischer Energie das grösste Potential aufweise. Unter anderem aufs Stromsparen zielt auch die "Grüne Wirtschaft"-Initiative der Grünen Partei der Schweiz ab.

Danach ging es auf den Rundgang durch das Stauwehr, das Maschinenhaus und weitere Betriebsräume. Dabei konnte man das spektakuläre Erlebnis geniessen, wenn 2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über einen hinweg donnern. Dies entspricht jedoch noch lange nicht der maximalen Abflussmenge der Überfallklappen, welche ihrerseits nur für die Feinjustierung der Wasserhöhe zuständig sind, wohingegen über den Grundablass weitaus grössere Wassermengen abgelassen werden können. Ferner wurden unter anderem die beiden Turbinen, die je maximal eine Wassermenge von 100 Kubikmetern Wasser pro Sekunde nutzen können, mit ihren ausgeklügelten, mechanischen, automatischen Wasserzufuhrunterbindungseinrichtungen für den Fall eines Stromausfalles bestaunt.

Nach der Besichtigung hatten die meisten ein Bad in der aufgestauten Reuss nötig, um sich ein bisschen abzukühlen. Nachher liess man den Tag bei prächtigem Wetter und guter Stimmung am Lagerfeuer ausklingen. 

Maurus Kaufmann

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