11.07.2012

Medienmitteilung

Explosion der Krankenkassen-Prämien stoppen!

Vor einigen Tagen war in den Medien zu lesen, dass die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler in der Schweiz in den nächsten zwei Jahren wesentlich tiefer in die Tasche greifen müssen, weil die Kosten im Gesundheitswesen offensichtlich weiter angestiegen sind.

Die SVP entgegnet der Kostenexplosion einen Vorschlag, der an die sozialabbauerische Logik der amerikanischen Tea Party-Bewegung erinnern lässt. Unter dem Deckmantel des Begriffs „Eigenverantwortung“ sollen die Kosten den Kranken, Alten und Schlechtverdienenden aufgebrummt werden. Die unter Anderem vorgeschlagene massive Erhöhung des Selbstbehalts ist ein Frontalangriff auf den Wohlstand all derjenigen, die nicht in den gleichen Reichtumsgenuss wie die Herren Matter und Blocher kommen, sondern jeden Franken zweimal umdrehen müssen. Solche neoliberalen Vorschläge stehen im krassen Gegensatz zum Prinzip der Solidarität. Wenn SVP-Nationalrat und Wirtschaftsberater Frehner meint, er habe kein Problem damit, 5000 Franken in die Hand zu nehmen (Tagesanzeiger Online, 11.07.2012), ist das ein Hohn für alle Normalverdienenden.

Obwohl in letzter Zeit durchaus sinnvolle Massnahmen, wie das elektronische, also papierlose Abrechnen, Kosten senken und die Umwelt schonen konnten, steigen die Krankenkassenprämien weiter an. Im Gegensatz zu den Marktfanatikern zeigen wir auf, wie das Problem der ausufernden Kosten wirklich gelöst werden könnte.

Die Initiative für eine öffentliche Krankenkasse ist klar zu unterstützen. Unnötige Kosten für Marketing (zwischen CHF 200'000’000 bis 400'000'000 – jährlich!) fallen weg; die Verwaltung wird effizienter; übertriebenen Managerlöhnen wird Einhalt geboten; die Quersubventionierung der Billigkrankenkassen fällt weg; und für Transparenz wird zu alle dem auch noch gesorgt. Das ist im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung und daher zu unterstützen!

Anna Stünzi

Präsidentin Junge Grüne Kanton Zürich

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Yannick Zryd

Vorstand Junge Grüne Zürich

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