24.01.2022

Medienmitteilung

Geld für Menschen auf der Flucht statt für die Schweizergarde!

Die Junge Alternative Zug ist irritiert ab der geplanten Unterstützung von 130’000 Franken für die Schweizergarde und möchte das Geld an anderer Stelle verwenden. Während weltweit mehr als 84 Millionen Menschen auf der Flucht sind - für die Zug eine Mitverantwortung trägt - weiss der Kanton Zug nichts besseres, als Steuergelder dem reichen Vatikan zu schenken. Die Junge Alternative Zug fordert deshalb vom Zuger Regierungs- und Kantonsrat, statt für die Schweizergarde eine Rechtsgrundlage für die Unterstützung eines Flüchtlingshilfswerk zu schaffen.

Der Kanton Zug möchte etwas Gutes tun und an die Schweizer Garde spenden. Dabei gibt es weltweit Millionen Menschen, die dringend Unterstützung brauchen und für deren Leid der Kanton Zug mitverantwortlich ist. Denn Zuger Firmen tragen massiv zur Klimakrise bei und unsere Tiefsteuerpolitik kurbelt die globale Ungleichheit weiter an. Viele dieser Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Auf ihrem Weg nach Europa sind sie brutalen und menschenrechtswidrigen Praktiken der europäischen Grenzschutzagentur Frontex ausgesetzt und kommen in menschenunwürdige Flüchtlingslager. Täglich ertrinken Menschen auf dem Mittelmeer. “Statt den reichen Vatikan mit Geld für eine symbolische Garde zu unterstützen, fordern wir den Zuger Regierungs- und Kantonsrat dazu auf, eine rechtsgrundlage zu schaffen, um Menschen in Not, welche ihren Weg nach Europa suchen, zu unterstützen. Hierbei könnte beispielsweise das Hilfswerk Sea-Watch unterstützt werden, welche seit Jahren Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer retten und ihnen eine Rettung nach Europa ermöglichen.” meint Konradin Franzini, Vorstandsmitglied der Jungen Alternativen Zug.  

Die bürgerlich-konservative Mehrheit spart seit Jahren bei wichtigen sozialen Themen wie der Gleichstellung oder guten Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte. “Statt endlich Geld für ein Gleichstellungsbüro oder Fördermassnahmen zur Gleichstellung in Wirtschaft und Gesellschaft zu sprechen, möchte die Zuger Regierung nun mit Steuergeldern eine Kaserne in Rom mitfinanzieren, die wehrtauglichen Schweizer Männern vorenthalten ist.” bemängelt Julia Küng, Vorstandsmitglied der Junge Alternative Zug. Ebenfalls finden es die Jungen Alternativen fragwürdig, dass sämtliche Einwohner*innen des Kantons Zug - unabhängig ihrer Konfession oder Haltung zur katholischen Kirche - mit ihren Steuergeldern eine Kaserne einer Glaubensgemeinschaft mitfinanzieren soll. Es ist problematisch, wenn der Staat die katholische Kirche gegenüber anderen Institutionen und Vereinen bevorzugt und nur einer Konfession Steuergelder zur Verfügung stellt. Das verletzt die Trennung von Kirche und Staat. Die Schweizergarde dient Papst und dem Vatikan. Damit ist das Projekt klar Sache der Kirche und auch an dieser, den Neubau zu finanzieren, wofür sie ohne Zweifel die nötigen Mittel hat.

Unser Jung Alternativer Kantonsrat Luzian Franzini wird im Zuge der Ratsdebatte entsprechende Anträge einbringen.

Konradin Franzini
Vorstandsmitglied
079 523 38 56
ko.franzini@hotmail.ch

Julia Küng
Vorstandsmitglied
077 475 82 66
julia.kueng@jungegruene.ch

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