«Sexismus macht keinen Halt vor unserer Parteitür»

Medienmitteilung

«Sexismus macht keinen Halt vor unserer Parteitür»

Heute Morgen haben sich die Jungen Grünen im Café Ambrosia in Kriens getroffen, um für einmal nicht über aktuelle Abstimmungen und Projekte zu reden. Stattdessen fand ein FINTA*-interner Austausch statt. Kombiniert wurde dieser mit einem veganen Brunch und einem Kleiderflohmarkt. Die gegenseitige Vernetzung und Unterstützung, die anhand dieses Anlasses gestärkt werden soll, ist eines der Hauptziele des Co-Präsidiums Meyer und Wiget.

FINTA* (Frauen, Inter, Nichtbinäre, Trans und Agender Menschen) werden nach wie vor diskriminiert in unserer Gesellschaft. “Oft liegen dem Sexismus internalisierte Muster zugrunde, mit denen wir aufgewachsen sind. Diese aufzudecken ist schwierig und bedarf einer gewissen Vulnerabilität und thematischen Sensibilisierung einer Person” meint Michelle Meyer, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern. Dem Co-Präsidium sei es wichtig, dass die Kantonalpartei diese Prozesse durchläuft und auch in den eigenen Reihen genau hingeschaut wird. Sexismus mache schliesslich keinen Halt vor der Parteitür. Alina Wiget, ebenfalls Co-Präsidentin, ergänzt: “Einerseits haben wir Instrumente, um intern paritätische Verhältnisse zu erreichen. So zum Beispiel eine strikte Genderquote bei Diskussionen. Andererseits möchten wir den Austausch untereinander und die Vernetzung fördern, deshalb solche Anlässe nur unter FINTA*".

 

Nachhaltige und feministische Interessen verbunden

 

Der Anlass am Sonntagmorgen wurde mit einem gemeinsamen Brunch gestartet. Interessant daran: Alles war vegan - von der Hafermilch im Kaffee, zum Tofu-Rührei und den Zimtschnecken. Dies sei mittlerweile Standard bei junggrünen Anlässen. Nach dem Austausch gab es einen Flohmarkt, bei dem alle Teilnehmerinnen Kleider und Schuhe mitbrachten, die sie selbst nicht mehr tragen. Jene Artikel wurden ausgetauscht oder verkauft, um ihnen ein zweites Leben zu geben und weniger neu produzierte Mode kaufen zu müssen. Sowohl die Modeindustrie als auch die Ernährung sind schliesslich Komponenten mit grosser Tragweite in der Klimakrise. “Wir versuchen damit, eine Vorbildrolle einzunehmen und als Partei so zu agieren, wie wir es von der restlichen Gesellschaft auch fordern” erklärt Wiget.

 

Nach dem Anlass zieht Meyer ihr Fazit: “So schön es auch war, wünsche ich mir, dass es keine solche Treffen mehr braucht. Ziel ist die tatsächliche Gleichstellung, in der sich keine FINTA* mehr diskriminiert fühlt. Bis dahin geben wir alles, um zumindest intern einen Safe Space zu bieten”!

 

Kontaktangabe:

 

Michelle Meyer

Co-Präsidentin Junge Grüne Kanton Luzern

078 732 06 98

michelle.meyer@jun gegrueneluzern.ch