Ohne Plan rast die Schweiz aktuell auf die Umweltkrisen wie Klimaerhitzung, Biodiversitätsverlust und Überdüngung zu. Heute, am 24. August startet die Unterschriftensammlung für die Initiative, die das ändern will.

Medienmitteilung

Umweltverantwortungsinitiative wird lanciert

Sehr geehrte Medienschaffende

Wir bitten Sie, folgende Medienmitteilung der Allianz für Umweltverantwortung zu berücksichtigen.

Für weitere Fragen stehen zur Verfügung:

  • Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne, 077 475 82 66 (DE) 

  • Oleg Gafner, Co-Präsident Junge Grüne, 079 956 77 35 (FR)

  • Julia Steinberger, Professor of ecological economics UNIL, 078 717 17 64 (FR)

  • Georg Klingler, Klimaexperte Greenpeace, 079 785 07 38 (DE)

  • Aline Trede, Nationalrätin und Fraktionspräsidentin GRÜNE, 078 878 65 05 (DE)

  • Gabriela Suter, Nationalrätin SP, 076 432 40 27 (DE)

Mit freundlichen Grüssen

Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz

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Sperrfrist: Dienstag, 24. August, 11:30 Uhr

Ohne Plan rast die Schweiz aktuell auf die Umweltkrisen wie Klimaerhitzung, Biodiversitätsverlust und Überdüngung zu. Heute, am 24. August startet die Unterschriftensammlung für die Initiative, die das ändern will. Die Umweltverantwortungsinitiative fordert, dass die Umweltbelastung der Schweiz innerhalb von zehn Jahren so reduziert wird, dass wir die planetaren Grenzen einhalten.

Die Allianz für Umweltverantwortung ist bereit: Aktivist*innen läuteten heute morgen auf dem Waisenhausplatz mit Transparenten und Demosprüchen den Start der Unterschriftensammlung ein. (Bilder der Aktion finden Sie hier). In der anschliessenden Pressekonferenz wird ausgeführt, warum es jetzt die Umweltverantwortungsinitiative braucht.

«Eine Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen sichert nicht nur das Überleben der Menschheit, sie ist auch eine riesige Chance: Für die Wirtschaft, die Lebensqualität und für das Image der Schweiz», erklärt Julia Küng, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz. Die Umweltverantwortungsinitiative fordert, dass Umweltschutz neu an erster Stelle kommt und die Natur den Rahmen für die Wirtschaft bildet. Dieser Rahmen wird mit Hilfe der planetaren Grenzen definiert. 

Julia Steinberger, Professorin für Ecological Economics an der Universität Lausanne erklärt, dass wenn wir die planetaren Grenzen überschreiten, wir die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen und den für die Menschen sichern Spielraum zum Überleben verlassen. Heute überschreitet die Schweiz mindestens drei planetare Grenzen - Klima, Biodiversität und Überdüngung. Steinberger sagt: «Die Schweiz gehört zu den Ländern mit der höchsten Umweltbelastung pro Kopf der Welt, verfügt aber auch über die sozialen, bildungspolitischen, demokratischen und wirtschaftlichen Mittel, um den Kurs zu ändern.»

Der Klimaexperte von Greenpeace, Georg Klingler, geht auf die ungenügende Gesetzeslage und die falsche Prioritätensetzung ein. Er sagt: «Es kann nicht sein, dass wir uns Ziele setzen und dann aber Jahrzehnte weitermachen, ohne auch nur annähernd das Soll zu erreichen.» Neben den Klimazielen überschreiten wir beispielsweise das vom Bund gesetzte Ziel zu Ammoniak-Emissionen seit 20 Jahren um etwa das Doppelte. Für mehr Verbindlichkeit braucht es die klare Frist von zehn Jahren im Initiativtext.

Dass gerade die Schweiz stark von der Klimakrise betroffen ist und somit stark vom Umweltschutz profitieren würde, betont Gabriela Suter, Nationalrätin der SP: «Schaffen wir es nicht die planetaren Grenzen einzuhalten, kommen die Menschen in den Alpenregionen in existenzielle Nöte und wir werden unseren Enkelkindern weder Enzian, noch Murmeli oder Gletscher zeigen können.» Die Umweltverantwortungsinitive ist also auch ein Gewinn für die Wirtschaft und die Lebensqualität in der Schweiz. 

Die Initiative legt klar fest, dass die Umsetzung der Massnahmen sozialverträglich geschehen muss. Aline Trede, Nationalrätin und Fraktionspräsidentin der GRÜNEN macht klar, dass dies kein Widerspruch ist: «Ökologisch ist immer sozial: Die Industrienationen, darunter die Schweiz, sind hauptverantwortlich für die Umweltkrisen, während die Menschen im Globalen Süden am stärksten betroffen sind.» Es ist also nur gerecht, wenn die Schweiz konsequent und schnell ihre Umweltverantwortung nachkommt. Für eine lebenswerte Zukunft gibt es auch keine vertretbaren Alternativen, wie der jüngste IPCC-Bericht zeigt. Oleg Gafner, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz betont: «Wir haben kein Planet B. Die planetaren Grenzen zu respektieren ist keine Option von vielen, sondern der einzige Weg.»

Hier finden Sie alle Unterlagen der Pressekonferenz sowie Fotos der Aktion

·       Link zur Medienmappe, inklusive der Redebeiträge und Hintergrundinformationen

·       Link zu den Bildern der Aktion und der Pressekonferenz

Julia Küng
Co-Präsidentin JGS
julia.kueng@jungegruene.ch
077 475 82 66

Debora Zahn
Generalsekretärin
sekretariat@jungegruene.ch

Junge GrĂ¼ne Schweiz | Jeunes Vert-e-s Suisse
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