Medienmitteilung

Junge Grüne beschliessen Lancierung der Umweltverantwortungs-Initiative

An ihrer digitalen Mitgliederversammlung beschlossen die Jungen Grünen die Lancierung der Umweltverantwortungs-Initiative. Die Initiative fordert einen grundlegenden Wandel unseres Wirtschaftssystems. Umweltschutz soll neu zur klaren Priorität werden und die Schweiz soll die “planetaren Grenzen” einhalten. Der Sammelstart wird im August dieses Jahres erfolgen.

Die digitale Mitgliederversammlung stand voll im Zentrum des Initiativprojekts der Jungen Grünen Schweiz: Beinahe Einstimmig wurde die Lancierung der Umweltverantwortungs-Initiative beschlossen. Mit der Initiative wollen die Jungen Grünen an der Klimadebatte ansetzen und einen Schritt weiter gehen. Sämtliche wirtschaftliche Tätigkeiten der Schweiz sollen nur noch innerhalb der sogenannten “planetaren Grenzen” stattfinden. Die Wissenschaft definiert damit ökologische Grenzen, deren Überschreitung die Lebensgrundlage der Menschheit gefährden. Die Initiative fordert, dass die Schweiz innerhalb von zehn Jahren die planetaren Grenzen in sechs zentralen Bereichen einhält: Klima, Biodiversität, Wasserverbrauch, Landnutzung, Luftverschmutzung sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag.

Dank dem Druck der Klimabewegung sprechen mittlerweile fast alle Parteien vom Klima. “Doch schöne Absichtserklärungen werden nicht ausreichen. Es braucht eine grundlegende Umgestaltung unserer Wirtschaft und Gesellschaft!” so Julia Küng, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz. Ohne diesen Wandel werde man die Klimakrise, das Artensterben, die weltweite Abholzung von Wäldern und die Verschmutzung unserer Umwelt nicht in den Griff bekommen. Hier setzt die Initiative an: Die Wirtschaft soll in Zukunft nur noch so viele Ressourcen verwenden und Schadstoffe freisetzen, dass die Belastungsgrenzen der Natur nicht überschritten werden. Dabei sollen sämtliche Bereiche der Wirtschaft berücksichtigt werden - also auch die Importe in die Schweiz. Die Umsetzung dieses Ziels soll zwingend sozialverträglich geschehen.

Planetare Grenzen heute bereits mehrfach überschritten
Wie dringend die Thematik ist, zeigen Zahlen des Stockholm Resilience Center: Bereits heute sind vier planetare Grenzen global überschritten. Auch die Umweltbelastung der Schweiz ist heute in vielen Bereichen viel zu hoch. Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt zeigte Erschreckendes: So überschreitet unsere Umweltbelastung die planetaren Grenzen beim Stickstoff oder bei der Biodiversität um das Doppelte, beim Klima gar um mehr als das zwanzigfache. Handeln wir nicht sofort, droht die Schweiz längerfristig sämtliche planetaren Grenzen zu überschreiten.

Die Jungen Grünen wollen die Initiative im August offiziell lancieren - bis dann soll auch der definitive Text und das Initiativkomitee stehen. Aktuell laufen Gespräche mit verschiedenen Organisationen, um die Initiative in breiter Allianz zu starten.

Medienkontakt:
Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz, +41 77 475 82 66

Julia Küng
Co-Präsidentin JGS
julia.kueng@jungegruene.ch
077 475 82 66

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