19.04.2012

Medienmitteilung

Atomausstieg als Chance

 

Kommentar zu Tagesanzeiger 16. April 2012

Die Jungen Grünen Zürich sprechen sich gegen die von Bundesrätin Leuthard geplanten Gaskombi Kraftwerke aus. Der Atomausstieg muss als Chance für eine Wende zu erneuerbaren Energien genutzt werden. Mit den geplanten Anlagen wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erneut verstärkt und die bescheidenen Erfolge in der Klimapolitik rückgängig gemacht.

Die Jungen Grünen Zürich fordern von der Politik auf allen Ebenen ein zielgerichtetes Arbeiten auf eine Energiewende hin.  Mit dezentral organisierten erneuerbaren Energiequellen (Solar, Wind, Geothermie, Biogas, Ab-Wärme Nutzung etc) und den existierenden Wasserkraftwerken kann die Schweiz Ihren Energieverbrauch  nachhaltig decken.

Es gelten 40% des gesamten Stromverbrauchs, welche heute AKWs produzieren zu ersetzen. Alleine durch Photovoltaik können wir bis 2025 die Hälfte davon  bereitstellen. Einen weiteren Meilenstein stellt die verbesserte Energieeffizienz dar (Bis 2030 bis zu 30% möglich energy science center ETH Zürich (esc)).  Das Gegenargument,  das Bevölkerungswachstum wirke der Effizienzsteigerung entgegen und übertreffe sie, ist vom esc widerlegt.

Energieexperten, welche nicht von der Stromlobby unterwandert sind,  fordern schon lange ein leistungsfähiges europäisches Stromnetz welches die saisonalen Schwankungen in Produktion und Nachfrage bestens ausgleichen könnte. Da unsere Pumpspeicherkraftwerke die effizienteste Methode zur Energiespeicherung sind und schon heute von Europa dafür gebraucht werden, wäre die Schweiz hierfür in einer hervorragenden Verhandlungsposition.

Die Schweiz kann von einer Energiewende nur profitieren. Wir haben hochqualifizierte Institute (ETH, EPFL, PSI etc.) mit diversifiziertem Wissen und sehr gut ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten. Unser föderalistisches System ist ideal für dezentrale Energieversorgung. Die Politik ist nun aufgefordert, ihre Aufgabe als Innovatorin und Investorin wahrzunehmen, die Klimaproblematik ernstzunehmen und die Wende zu ermöglichen.

Der Bau von Erdgas-Grosskraftwerken gefährdet den Wirtschaftsstandort Schweiz
Modernisierung des Netzes und ökonomische Fortschritte in der Wirtschaft werden durch subventionierten Gasstrom unnötig. Sobald durch die laufende Entwicklung im Ausland der Wind- und Sonnenstrom preislich unter den Gaspreis fällt, werden wir unvorbereitet und technologisch abgehängt, mit einer überteuerten Energieversorgung und Sachzwängen im Netz, vom Ausland abhängig, in die Pipeline gucken.

 

 

Lukas Oesch
AG Klima 
079 394 66 39 

Anna Stünzi
Präsidentin Junge Grüne Kanton Zürich
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