Medienmitteilung

Der Bundesrat verspottet das Leben derjenigen, die nicht in der Schweiz leben

Das Staatssekretariat für Migration gab heute bekannt, 21 minderjährige Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. Angesichts der mehr als 40’000 Menschen, die unter prekärsten Bedingungen auf den griechischen Inseln leben, ist diese Zahl lächerlich klein. Die Jungen Grünen sind empört und fordern den Bundesrat auf, massiv mehr Menschen aufzunehmen.

“Dieser Entscheid ist schlichtweg empörend. Die Schweiz hat ihre Fähigkeit, schnell zu handeln, in dieser Krise bereits bewiesen. Die Menschlichkeit der Behörden scheint aber an der Landesgrenze aufzuhören”, sagt Julia Küng, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz. Die Schweiz, die sich gerne auf ihre “humanitäre Tradition” beruft, ignoriert einmal mehr die unmenschlichen Zustände an der europäischen Aussengrenze.

Die Jungen Grünen protestieren gegen den absurden Entscheid der Behörden, lediglich 21 Geflüchtete aufzunehmen. “Die Schweiz hat Platz. Hotels, Sporthallen und viele Bürogebäude stehen derzeit leer und ermöglichen die Evakuierung von mindestens 5’000 Flüchtlingen in die Schweiz unter Einhaltung der Massnahmen des BAG.” betont Julia Küng. 

Durch die tiefen Flüchtlingszahlen schliesst der Bund aktuell Aufnahmezentren und entlässt Personal. Dabei könnten genau diese Infrastrukturen verwendet werden um die Leben der Menschen zu retten, die in den griechischen Lagern zusammengepfercht sind.

Julia Küng
Co-Präsidentin
Junge Grüne Schweiz
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