Die Jungen Grünen Zürich fordern alle Kantonsrät*innen und insbesondere Regierungsrat Mario Fehr dazu auf, unverzüglich sicher zu stellen, dass alle Bewohner*innen von Asylzentren ausreichend vor dem Coronavirus geschützt werden. Momentan ist dieser Schutz nicht garantiert.

Medienmitteilung

Junge Grüne Kanton Zürich fordern ausreichenden Schutz für Bewohner*innen von Asylzentren im Kanton Zürich

 

Die Jungen Grünen Zürich fordern alle Kantonsrät*innen und insbesondere Regierungsrat Mario Fehr dazu auf, unverzüglich sicher zu stellen, dass alle Bewohner*innen von Asylzentren ausreichend vor dem Coronavirus geschützt werden. Momentan ist dieser Schutz nicht garantiert. 


Gegenwärtig mangelt es in allen Asylzentren des Kanton Zürich an Ressourcen, um sich gegen den Coronavirus zu schützen. Aufgrund dessen fordern die Jungen Grünen Zürich, dass unverzüglich alle Asylheime mit ausreichend Desinfektionsmittel, Flüssigseife, Einweghandschuhe, Toilettenpapier, Windeln und Mundmasken versorgt werden. Für den Schutz der Migrant*innen aber auch für den Schutz des Personals. “Es kann doch nicht sein, dass der Kanton keine Verantwortung dafür übernimmt, den Schutz für Migrant*innen nicht sicherstellen kann. So fühlen sich Migrant*innen wie Menschen zweiter Klasse”, meint Maimuna Barry von den Jungen Grünen Zürich.  


Wie uns der Coronavirus vor Augen führt, kommt eine solche Epidemie-Welle schnell und es bleibt kaum Zeit zu handeln. Die Jungen Grünen Kanton Zürich verlangen daher, dass in jedem Asylzentrum im Kanton Zürich einen Vorrat an Masken, Desinfektionsmittel, Flüssigseife und Einweghandschuhe angelegt werden muss. So wird der Schutz von Bewohner*innen sowie Mitarbeiter*innen von Asylzentren von Anfang an gewährleistet. 


In den Asylzentren stellt der Mangel an Ressourcen zum Schutz vor dem Coronavirus nicht das einzige Problem dar. Migrant*innen können in der Küche kaum zwei Meter Abstand zueinander halten. Zu dieser Situation in den Küchen kommt die prekäre Schlafsituation hinzu. Wir fordern, dass alle Gruppenschlafzimmer aufgelöst werden. Der Sicherheitsabstand muss auch beim Schlafen gewährleistet sein. Wenn es an Platz mangelt, muss der Kantonsrat und der Regierungsrat Mario Fehr nach angemessenen Lösungen suchen. Als Notlösung stehen Ihnen zu diesen Zeiten auch die leeren Hotels, Motels, etc. zur Verfügung, um Migrant*innen unterzubringen und zu schützen. “Im Asylzentrum Embrach schlafen momentan 15 Personen in einem Zimmer. Es ist also unmöglich den Sicherheitsbestimmungen des Bundes folge zu leisten. Nicht einmal das Versammlungsverbot kann eingehalten werden”, so Svenja Haller von den Jungen Grünen Zürich. 


Wir fordern den Kantonsrat und den Regierungsrat Mario Fehr dazu auf sicherzustellen, dass die Aufklärung der aktuellen Situationen in allen Asylzentren garantiert ist. Migrant*innen haben ein Recht über die momentane Lage Bescheid zu wissen. 

 

Wir bitten Sie, als Medienschaffende, darum, die Rolle als öffentliche Medien wahrzunehmen. Durch Ihr Schreiben können Sie öffentliche Diskussionen anregen und Einfluss auf das politische Geschehen nehmen. In Zeiten des Coronavirus ist Solidarität die Lösung. Solidarität gilt nicht nur den Schweizer*innen. Die Solidarität wendet sich auch an die Sans-Papiers und Migrant*innen in Asylzentren zu.


Mit dieser Medienmitteilung möchten wir Sie ebenfalls auf den offenen Brief der JUSO Zürich aufmerksam machen, welchen wir unterstützen. 


Solidarisch, 

Maimuna Barry & Svenja Haller 

Junge Grüne Zürich 

Kontakt

Maimuna Barry
079 450 43 97
maimuna_barry@outlook.com   

Junge Grüne Zürich
Ackerstrasse 44 | 8000 Zürich
jungegruene@gmail.com | www.jungegruene.ch