Heute reichte der junggrüne Kantonsrat und Co-Präsident Jonas Heeb (22) eine Motion ein, welche die Abschaffung von Wahllisten bei Wahlen nach dem Majorzprinzip fordert. Bereits im Februar entstand die Diskussion innerhalb der Partei, nun soll das Anliegen umgesetzt werden.

Medienmitteilung

Motion fordert die Abschaffung von Majorzwahllisten

Heute reichte der junggrüne Kantonsrat und Co-Präsident Jonas Heeb (22) eine Motion ein,
welche die Abschaffung von Wahllisten bei Wahlen nach dem Majorzprinzip fordert. Bereits im
Februar entstand die Diskussion innerhalb der Partei, nun soll das Anliegen umgesetzt werden.
 
Ein klein wenig Recherche zeigt: Bei den Regierungsratswahlen im März 2019 waren 7 von 28 Listen
identisch mit einer weiteren Liste und somit obsolet. Im zweiten Wahlgang, am 19. Mai, waren es
schon 11 von 15 Listen, die man sich hätte sparen können. Das entspricht ungefähr ¾ der
eingereichten Wahlvorschläge. Bei den Ständeratswahlen vom 20. Oktober 2019 waren 7 von 15
Listen überflüssig. Diese Beispiele zeigen die übermässige Papierflut, der die Wähler*innen im Kanton
Luzern ausgesetzt sind. Damit soll nun Schluss sein, fordert Jonas Heeb mittels einer Motion im
Luzerner Kantonsrat.
 
Andere Wahlverfahren sind bereits Praxis
 
Künftig sollen Wahllisten bei Wahlen nach dem Majorzprinzip nicht mehr zur Anwendung kommen.
Stattdessen soll dies per Blankoliste oder durch vorgedruckte Listen mit Ankreuzmöglichkeiten
geschehen. Die konkrete Ausgestaltung würde der Regierung offengelassen. «Luzern ist einer von
drei Kantonen, welcher bei Majorzwahlen noch Wahllisten verwendet. Beide genannten Alternativen
haben sich in anderen Kantonen bewährt» sagt Heeb. Es handle sich um eine Massnahme, welche
das Wählen für alle Beteiligten vereinfacht, weniger Kosten verursacht und ohne Demokratiedefizit
einhergeht. «Nicht nur sind jedes Mal viele Leute verwirrt durch die ganzen Wahlvorschläge, sondern
auch die Transparenz leidet darunter. Von zahlreichen Listen weiss man nicht, wer diese eingereicht
hat. In einer Demokratie haben die Wählenden es verdient, deren Ursprung zu kennen» so Heeb
weiter.
 
Verwirrung bei zu grosser Anzahl Listen
 
Auch Co-Präsident Jona Studhalter unterstützt dieses Anliegen. Als Stadtratskandidat in der Stadt
Luzern steht auch sein Name auf verschiedenen Listen. Er meint dazu: «Mir wäre es lieber, wenn man
meinen Namen ankreuzen, oder einfach auf eine Blankoliste schreiben könnte. Es irritiert, wenn all die
Namen mehrere Male zu sehen sind.» Nicht nur die Wählenden, sondern auch die Parteien selbst
können mit dem jetzigen System durcheinandergeraten. «Der Trubel um die fehlerhafte Einreichung
von gewissen Wahlvorschlägen im Februar zeigt die Schwächen des Verfahrens auf» meint
Studhalter.
Ausserdem steht noch ein ökologischer Aspekt dahinter: Alleine in der Stadt Luzern dürften 2.4
Tonnen Altpapier durch die Wahlunterlagen entstehen. Eine beachtliche Menge, die reduziert werden
kann.
Kontaktangabe:
Jonas Heeb 
Co- Präsident Junge Grüne Kt. LU 
076 572 52 35 
Jonas.heeb@jungegruene.ch 
 
Jona Studhalter
Co-Präsident Junge Grüne Kt. LU
078 637 39 51
jona.studhalter@jungegruene.ch