Der Rummel um den „unvollständigen“ GLP-Stadtratswahlvorschlag zeigt die Schwächen des Luzerner Majorz-Wahlsystems. Die Jungen Grünen Kanton Luzern wollen die Ursache des Problems angehen und die Wahllisten bei Majorzwahlen abschaffen. Derzeit prüfen sie einen Vorstoss im Kantonsrat.

Medienmitteilung

Junge Grüne wollen Majorz-Wahllisten abschaffen

Der Rummel um den „unvollständigen“ GLP-Stadtratswahlvorschlag zeigt die Schwächen des Luzerner Majorz-Wahlsystems. Die Jungen Grünen Kanton Luzern wollen die Ursache des Problems angehen und die Wahllisten bei Majorzwahlen abschaffen. Derzeit prüfen sie einen Vorstoss im Kantonsrat.

«Wer so viele Stadtrats-Wahlvorschläge wie die GLP einreicht, der muss nicht überrascht sein, wenn einem solch ein Fehler unterlauft» meint Jona Studhalter, Co-Präsident der Jungen Grünen Kanton Luzern. Die Jungen Grünen gehen davon aus, dass die sieben Wahlvorschlagslisten Q) bis W) ebenfalls von Seiten der GLP eingereicht wurden. Zusammen mit den «offiziellen» Listen der GLP und der jglp ergibt das insgesamt neun Listen.

 

Majorz-Wahllisten sollen verschwinden

Die Fehleranfälligkeit bei den Wahllisten ist für die Jungen Grünen noch das kleinste Problem an der aktuellen Situation. Die Jungen Grünen stören sich vor allem an der mangelnden Transparenz, wer hinter den Wahlvorschlägen steckt, dem Aufwand für die Stimmberechtigten beim Durchlesen der Wahlvorschlägen und dem unnötigen Papierberg. Rund 2,4 Tonnen Altpapier sind wegen den 24 Stadtrats- und 18 Stadtpräsidiumsvorschlägen zu erwarten.

 

Junge Grüne prüfen Vorstoss

Zurzeit prüfen die Jungen Grünen einen Vorstoss im Kantonsrat, um das aktuelle Stimmrechtsgesetz zu ändern. «Konkret hiesse das, dass man in Zukunft zum Beispiel die Namen der Kandidierenden selber auf eine Blanco-Liste schreiben muss, oder man bei den gewünschten Kandidierenden ein Kreuz macht.» erklärt Jona Studhalter.

Kontaktangabe:

Jona Studhalter

Co-Präsident Junge Grüne Kanton Luzern

078 637 39 51

jona.studhalter@jungegruene.ch