10.07.2019

Medienmitteilung

Reputationsrisiko Krypto-Valley

Schon wieder sucht ein gigantischer Kryptowährungs-Skandal das Zuger Krypto-Valley heim (Artikel Zentralplus / Artikel Swissinfo). Damit passiert zum wiederholten Mal, wovor die Jungen Alternativen immer wieder gewarnt haben: Die Krypto-Währungen sind ein Reputationsrisiko. Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat gesagt, Bitcoin bedeute «Steuerhinterziehung, Terrorismus, Geldwäsche» und sei «kein nachhaltiges Geschäftsmodell» (Sonntags-Blick vom 21./22.1.2018).

Wir Jungen Alternativen fragen: Hat Zug nicht genug von all den Rohstoffhandels-Skandalen der letzten Jahrzehnte? Sind die Behörden aufgrund des jüngsten Skandals endlich bereit, ihre Entscheide, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, zu hinterfragen?

Aber auch ökologisch ist die Förderung von Bitcoin-Transaktionen völlig unverantwortlich. Ihr Energieverbrauch ist wahnsinnig hoch. Mit einer 2000-Watt-Gesellschaft, wie sie die Stadtzuger Bürgerinnen und Bürger beschlossen haben, ist diese Technologie überhaupt nicht vereinbar.

Die einzigen Zuger Parteien, welche das Krypto-Valley kritisch hinterfragen, sind die Jungen Alternativen und die Alternativen - die Grünen. So fragten sie letztes Jahr in den beiden Parlamenten, ob die Exekutiven das Reputationsrisiko bei einer Identifizierung des Kantons mit dem Krypto-Zahlungsmittel «Bitcoin» oder «Ether» sehen würden. Genau diese beiden Zahlungsmittel sind die Ursache grosser Skandale.

Die Jungen Alternativen lehnen die Blockchain-Technologien nicht grundsätzlich ab. Aber wir sind für ein viel vorsichtigeres sowie rücksichtsvolleres Vorgehen als das der Zuger Behörden. Zug darf nicht zum internationalen Geldwäscherei-Eldorado für Kriminelle aus aller Welt werden.
 

Vorstoss Kantonsrat Januar 2018

Kontakt
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Co-Präsident Junge Alternative Zug
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