Medienmitteilung

Junge Grüne unterstützen Initiative für ein E-Voting-Moratorium

Diese Woche startet offiziell der Intrusionstest der Post, bei dem der Code ihres E-Voting-Programms gehackt und auf Sicherheitslücken untersucht werden darf. Doch der Quellcode, der getestet werden soll, wurde schon letzte Woche geleakt und weist laut Expert*innen erhebliche Sicherheitsmängel auf. Ein E-Voting-System ist auf verschiedenen Ebenen manipulierbar, und auch das Auszählen der Stimmen ist nicht mehr transparent. Solange es nicht die gleichen Sicherheitsstandards wie diejenigen der brieflichen Abstimmung erfüllt, halten es die Jungen Grünen für verantwortungslos, ein solches Abstimmungssystem einzuführen.

“Unsere politischen Institutionen basieren auf Vertrauen. Mit einem unsicheren E-Voting-System gefährden wir das Fundament unserer Demokratie,” so Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz. Gerade bei knappen Abstimmungen müsse man darauf zählen können, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei.

Das Argument, dass dank E-Voting die Stimmbeteiligung gesteigert werden kann, lassen die Jungen Grünen nicht gelten. Die Online-Registrierung wird tendenziell komplexer und zeitaufwendiger sein, als die Stimmabgabe per Brief. Beispiele wie das E-Voting-System im Kanton Genf zeigen, dass den offensichtlichen Nachteilen auch in der Praxis keine wirklichen Vorteile gegenüberstehen. Da der Bund trotz dieser Umstände unbegreiflicherweise an der Idee festhalten will, unterstützen die Jungen Grünen die Initiative für ein E-Voting-Moratorium, die Anfang März lanciert werden soll.

Luzian Franzini
Co-Präsident JGS
079 781 77 36

Vanessa Salamanca
Generalsekretärin JGS
sekretariat@jungegruene.ch

Junge Grüne Schweiz | Jeunes Vert-e-s Suisse
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