Medienmitteilung

Ein starkes Zeichen für den Landschaftsschutz

Trotz Ablehnung zur Zersiedelungsinitiative blicken die Jungen Grünen positiv auf die Abstimmungskampagne zurück. Als Jungpartei habe man es geschafft, die Zersiedelungsproblematik wieder auf den Tisch zu bringen und weit über das linksgrüne Lager hinaus Ja-Stimmen zu holen. Niemand kann behaupten, dass die Zersiedelung nicht ein grosses Problem sei. 

Die Stimmbevölkerung sagte heute Nein zur Zersiedelungsinitiative. Trotzdem ist die Initiative langfristig als Erfolg zu werten. 36 Prozent sagten Ja zum Anliegen, dass die Bauzonen nicht mehr weiterwachsen und der Boden und die Landschaft für die zukünftigen Generationen erhalten bleiben sollen. Die Jungen Grünen werten dieses Ergebnis als Achtungserfolg: Auch wenn die Gegner*innen mit einem weitaus grösseren Budget Verwirrung stiften konnten, schaffte man es als Jungpartei, weit über das linksgrüne Lager hinaus zu überzeugen. Im Hinblick auf die zweite RPG-Revision heisst das, dass der Widerstand vorprogrammiert ist, sollte das Bauen ausserhalb der Bauzonen gelockert werden.

Die Jungen Grünen werden die Initiativgegner*innen beim Wort nehmen: Der Bund muss sein Versprechen einlösen und für eine griffige Umsetzung des Raumplanungsgesetzes einstehen. Ungeachtet dessen ist auch mit einer strengen Umsetzung die Zersiedelung nur gebremst, nicht gestoppt. Das Raumplanungsgesetz lässt Bauzonenwachstum weiterhin zu. Es ist daher lediglich eine Frage der Zeit, bis die Forderung der Zersiedelungsinitiative wieder auf den Tisch kommt.

Im Abstimmungskampf stritt niemand ab, dass die Zersiedelung ein grosses Problem darstellt und es griffige Massnahmen dagegen braucht. Ein grosser Teil der Bevölkerung hat das erkannt. Die Jungen Grünen werden sich gemeinsam mit den Grünen auf kantonaler und lokaler Ebene dafür einsetzen, dass das Raumplanungsgesetz nicht weiter verwässert wird. Die Einsicht, dass der Boden nicht nachwächst, wird sich durchsetzen. Die Zersiedelungsinitiative hat hierfür einen wichtigen Grundstein gelegt.

Maja Haus
Co-Präsidentin JGS
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Co-Präsident JGS
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