24.01.2012

Medienmitteilung

Abenteuer Einladung an Thomas Kessler

 

Liebe Medienschaffende

Anbei finden Sie unsere heutige Medienmitteilung zu den Interwievs mit Thomas Kessler, Migrationsspezialist und Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung Basel.

[TITEL]
Junge Grüne laden Thomas Kessler auf ein Abenteuer ein

[LEAD]
Nach dem Tagesanzeiger berichtete gestern auch der „Blick am Abend“ über sogenannte „Abenteuermigranten“. Wieder kam der Basler Migrationsspezialist Thomas Kessler zu Wort. Gemäss Kessler, kommen zurzeit 90 Prozent der Asylbewerber aus Abenteuergründen in die Schweiz. Laut Kessler sind diese Personen keine Menschen in Not, sondern hauptsächlich junge Männer auf der Suche nach Obdach, Essen, Geld, Party, Alkohol und Frauen. Diese Erlebnisse sind in ihren Heimatländern, auf Grund von Sozialkontrolle und Sittenstrenge gemäss Kessler, für die abenteuerlustigen Männer unmöglich zu erfahren. Kessler beruft sich in seinen Aussagen auf Gespräche mit „Verantwortlichen der Grenzwache, von Asylberatungsstellen bis zum Arbeiterhilfswerk und dem Bundesamt für Migration.“

[TEXT]
Die Junge Grünen laden Kessler mit diesem Schreiben zu einem echten Abenteuer ein. Wir kritisieren die populistische Wortwahl Kesslers, mit welcher er weder, den seiner Ansicht nach „echten“ Hilfsbedürftigen“, noch den Asylanten in der Schweiz dient. Wir schlagen darum vor, dass sich Thomas Kessler einen Papiersack mit seinen wichtigsten Gegenständen füllen darf. Darauf soll er nach Tunesien reisen (einem, gemäss Aussage Kesslers, der wichtigsten Herkunftsländer der Abenteuermigranten) und sich dort ohne Ausweis, Aufenthaltsbewilligung und Sprachkenntnisse, Frauen, Party und Alkohol zu suchen. Die Reisekosten nach Tunesien übernehmen vollumfänglich die Jungen Grünen.

Wir Jungen Grünen sind enttäuscht, dass mit Thomas Kessler ein ehemaliger Grüner Kantonsrat auf den populistischen Zug aufspringt. Wir verstehen die Problematik, welche Kessler in seinen Interviews anspricht, wünschten uns aber eine angemessene Ausdrucksweise. Abenteuerlust mit Migranten in Verbindung zu bringen ist verunglimpfend und rückt das Schicksal dieser Menschen in ein komplett falsches Licht.

Wir fordern Thomas Kessler auf, seine Worte in Zukunft überlegter zu wählen und sich seiner Verantwortung als Migrationsspezialist bewusst zu werden.

 

Freundliche Grüsse

Andreas Lustenberger
Sekretariat Junge Grüne Zürich
076 523 80 38

Luca Maggi
Vorstandsmitglied Junge Grüne Zürich
076 480 35 10

Junge Grüne Zürich
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