Medienmitteilung

Junge Grüne verurteilen Entscheid des Nationalrates

Die Jungen Grünen verurteilen den heutigen Entscheid des Nationalrates aufs Schärfste. Der bürgerliche Nationalrat will den Wechsel vom Militär zum Zivildienst massiv bestrafen. Nur noch die Hälfte der Diensttage, die sie bereits im Militär geleistet haben, dürften sich die jungen Männer und Frauen anrechnen lassen. Diese Forderung ist unzeitgemäss und verfassungswidrig. „Das Problem liegt beim Militär und nicht beim Zivildienst, das Milizsystem gehört abgeschafft!“, sagt Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz.

Zivildienstleistende werden bereits nach der heutigen Regelung benachteiligt, da sie 1.5-mal länger Dienst leisten müssen als Militärdienstleistende. Der Zivildienst ist ein wertvoller Beitrag zur Gesellschaft. „Anstatt das Milizsystem attraktiver zu machen, wollen Bürgerliche nun den Zivildienst weiter verhunzen.“ fasst Cedar Urwyler, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Schweiz, die Situation zusammen. Dabei versuchen sie vom trostlosen Zustand der Schweizer Armee abzulenken.

Auch rechtlich ist der Entscheid des Nationalrats heikel. „Die Ungleichbehandlung von Zivildienstleistenden und Militärdienstleistenden verstösst gegen das verfassungsmässige Gebot der Rechtsgleichheit“ betont Franzini. Die Jungen Grünen, die sich auch mit der Kriegsgeschäfte-Initiative pazifistisch engagieren, werden sich weiter für die Abschaffung der Armee einsetzen. 

 

Luzian Franzini
Co-Präsident JGS
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Maja Haus 
Generalsekretariat JGS
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